Wirtschaft + Unternehmen

Makino: Fräse gut in Form

Das vertikale Bearbeitungszentrum PS 65/95 von Makino hat dieses Jahr den reddot "best of the best" des Essener Designcenters erhalten. Die Jury unter Leitung von Prof. Dr. Peter Zec würdigte damit Innovation, Funktionalität, Ergonomie und Emotion der mehrere hunderttausend Euro teuren Fräsmaschine.

Best-oft-the-best: Makino-Fräszentrum PS65/95.

Designt hat das Werkzeug Design Tech in Ammerbuch, dessen Inhaber Jürgen R. Schmid seit 28 Jahren auf Industrieprodukte spezialisiert ist. "Die Herausforderung lag darin, eine asiatische Premiummaschine in der von Funktionalität und Robustheit geprägten Formensprache der Europäer und Nordamerikaner zu gestalten", sagt Schmid, der Anfang Juli im Essener Aalto-Theater die begehrte Trophäe zusammen mit Makino-Entwicklungschef S.K. Sankaran aus Indien entgegennahm.

Im Fokus der gestalterischen und ergonomischen Arbeit stand die Maschinenfront. Dynamische Fasen symbolisieren Kraft und Präzision und verleihen dem Bearbeitungszentrum ein hypermodernes Aussehen. Für optimale Nutzerfreundlichkeit sorgt ein großer Zugangs- und Einsehbereich mit einem markanten Griff sowie drehbarem Panel. Die Maschine, die sich bei hoher Flexibilität für geringe Stückzahlen eignet, kaufen vor allem mittelständische Lohnfertiger.

Die PS 65/95 ist gekennzeichnet durch hohe Präzision, Steifigkeit und gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das Fünfachs-Fräszentrum kann Werkstücke bis 800 Kilogramm Gewicht bearbeiten und in seinem Magazin bis zu 30 Werkzeuge laden, von denen jedes acht Kilogramm schwer sein kann. Möglich sind deshalb komplexes Stirn- und Nutenfräsen, Zirkularinterpolation oder Gewindeschneiden.

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Mittlerweile hat Design Tech fünf Maschinentypen aus der chinesisch-indisch-japanischen Firmen-Gruppe designt und aktuell zwei weitere im Designprozess. Sankaran zeigte sich sehr zufrieden mit dem Designerfolg, hatte sich die PS 65/95 doch unter 4433 Einreichungen aus 60 Ländern in 18 Kategorien wie Industrie, Büro oder Transportation durchgesetzt. Die 36 Juroren in den einzelnen Gruppen verleihen nur einem Fünftel aller Produkte den reddot, also insgesamt 795 "rote Punkte". Der 1955 erstmals ausgelobte "best of the best" wurde bei der Gala nur 60 mal verliehen. bw

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