Wirtschaft + Unternehmen

Lenze lässt die Krise hinter sich

Lenze SE hat im zweiten Jahr hintereinander erhebliche Umsetzeinbußen hinnehmen müssen. Insgesamt belief sich der Umsatzverlust in den letzten beiden Geschäftsjahren der Umsatzverlust über zwei Jahre auf 33 Prozent. Dennoch: Die Lenze SE hat die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hinter sich gelassen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher stellte auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens in Hameln fest: "Wir sind froh darüber, die Krise aus eigener Kraft bewältigt zu haben. Durch konsequente Kostenanpassungen und den gestiegenen Auftragseingang konnten wir ein positives Ergebnis erzielen." Der Umsatz der Lenze SE betrug im Geschäftsjahr 2009/2010 416,9 Mio. Euro (Vorjahr: 505,4 Mio. Euro). Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten liegt bei 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Trotz des Rückgangs um 31 Prozent konnte damit im Krisenjahr ein operativer Gewinn erwirtschaftet werden. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: - 8,7 Mio. Euro) und ist wegen Sondereffekten nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar.

Lenze-VV Dr. Eberhard Tellbüscher: Krise aus eigener Kraft bewältigt.

Wichtigster Bereich des Lenze-Portfolios bleibt die Antriebstechnik, d. h. die Servo- und Frequenzumrichter sowie die Elektromechanik mit ihren Motoren und Getrieben. Analysen zeigen, dass die Kunden im Maschinenbau zum Großteil komplette Lösungen aus verschiedenen Lenze- Produkten in ihren Maschinen einsetzen. Im vergangenen Jahr investierte Lenze massiv in den Ausbau seines Automatisierungsportfolios.

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In diesem Herbst bringt das Unternehmen eine neue Steuerungsplattform auf den Markt und bietet damit seinen Kunden von der Elektromechanik über die Antriebe bis zur Visualisierung und Steuerung ein durchgängiges Portfolio, das von einzelnen Produkten bis hin zu Lösungen und kompletten Systemen reicht. Diese mechatronische Plattform wird flankiert von einem umfangreichen Beratungs- und Dienstleistungsangebot.

Die Auftragslage von Lenze im laufenden Geschäftsjahr ist ausgezeichnet. Die Märkte erholen sich schneller als prognostiziert. Die Fertigung ist sehr gut ausgelastet, deshalb stieg auch die Zahl der Beschäftigten wieder an. "Wir gehen inzwischen von einer stabilen und nachhaltigen Erholung der Konjunktur - und unserer Kunden - aus", fasste Dr. Tellbüscher zusammen. Die Umsatzerwartungen für dieses Jahr gehen in Richtung 500 Millionen. Es ist erkennbares Ziel, die Umsatzscharte möglichst bald wieder auswetzen zu können. Mit einer Rückkehr zu den alten Rekordumsätzen von mehr als 620 Mio. Euro ist wohl frühestens im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen.

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