Wirtschaft + Unternehmen
Innovation und Wissen: Initiative baut OWL als Hightech-Standort aus
Die Ministerin brachte gute Nachrichten für die Region aus Düsseldorf mit: "Es freut mich, dass wir jetzt einen guten Schritt vorangekommen sind, ein Fraunhofer-Institut in Paderborn zu errichten. Die Finanzierung der Landesmittel in Höhe von 8,3 Millionen Euro ist gesichert und alle Weichen sind gestellt, damit die Fraunhofer-Gesellschaft nun konkret mit dem Projekt Fraunhofer Projektgruppe OWL starten kann."
"Mit zwölf staatlichen und privaten Hochschulen, rund 50.000 Studierenden, vielen aktiven Forschungsvorhaben und regionalen Initiativen ist OWL ein Standort, der Wissen und Innovation vereint und gut vernetzt. Die Region hat ein großes Potenzial, gerade auch mit Blick auf die bestehenden und bewährten Kooperationen zwischen anwendungsbezogener Forschung und Wirtschaftsunternehmen", so Ministerin Schulze.
Drei Jahre "Innovation und Wissen": Der richtige Zeitpunkt für eine Bilanz. "Unter dem Dach der Initiative wird etwas Großartiges geleistet: Ein Innovationsprogramm, das insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten bietet, die sie dringend benötigen", betonte Herbert Sommer. Vieles sei erreicht worden, "wir dürfen uns auch mal auf die Schulter klopfen".
Nicht umsonst stand die Veranstaltung deshalb unter der Überschrift "Zwischenbilanz", denn noch wichtiger als die Rückschau war der Blick nach vorn. Zwar läuft die Landesförderung aus - NRW hat die Initiative mit einer Million Euro unterstützt - doch der Einsatz für OstWestfalenLippe als Spitzentechnologie-Standort geht weiter. "Wir müssen noch mehr Tempo aufnehmen", fordert Herbert Sommer.
Karl-Heinz Stiller, Aufsichtsratsvorsitzender von Wincor Nixdorf und Motor der Initiative, beschreibt die Ziele: OWL soll bei Intelligenten Technischen Systemen europaweit an der Spitze sein, als führender Forschungs- und Entwicklungsstandort punkten, attraktive Arbeitsplätze bieten und junge Menschen für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistern.
Ein zentraler Baustein für den Weg dorthin ist der Aufbau eines Clusters Intelligente Technische Systeme, den Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen in OWL gemeinsam vorantreiben. Eine Beteiligung beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums, bei dem die leistungsfähigsten Technologiecluster in Deutschland mit 40 Millionen Euro gefördert werden, könnte diesem Vorhaben einen gewaltigen Schub verleihen. Professor Dr. Jürgen Gausemeier, Vorstand des Heinz-Nixdorf-Instituts der Universität Paderborn, berichtete, wie die Wirtschaft und die Wissenschaft das Cluster gestalten und gemeinsam neue Produkte entwickeln.
Die Zwischenbilanz machte eindrucksvoll klar: OstWestfalenLippe kann sehr viel erreichen, wenn die Region weiterhin ihre Kräfte bündelt. "Ein Verzicht auf eine koordinierte Regionalentwicklung wäre fahrlässig", betont Herbert Sommer. Die Botschaft ist eindeutig: Zusammenraufen, auf seine Stärken besinnen, die Muskeln spielen lassen. Drei Jahre "Innovation und Wissen" haben gezeigt, dass es geht. lg









