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Industrieverband Massivumformung e. V.: Massivumformung profitiert vom Aufschwung 2010
Die Unternehmen rechnen damit, dass sich die Wachstumsdynamik im Jahr 2011 abschwächen wird. Bis zu 10 Prozent weiteres Wachstum wird für möglich gehalten, jedoch durchaus unterschiedlich je nach belieferten Kundenmärkten. "Während im Kleinwagensegment das Wachstum eher niedriger ausfallen wird, profitiert das Pkw-Premiumsegment weiter von der stabilen Nachfrage aus den Schwellenländern und aus Nordamerika", sagt Dr. Theodor L. Tutmann, Geschäftsführer des Industrieverbandes Massivumformung. Die Zulieferer der Investitionsgüterindustrien dürften 2011 etwas stärker zulegen, da dort der Aufschwung zeitversetzt erst im Laufe des Jahres begonnen hat.
Laut vorläufiger amtlicher Statistik verbuchten die Betriebe der Massivumformung im ersten Halbjahr 2010 ein Produktionsplus von 30 Prozent gegenüber dem sehr niedrigen Vorjahresniveau. "Das ist eine gute Entwicklung, dennoch haben wir damit erst gut ein Drittel des Produktionseinbruchs der Krise wieder aufgeholt", sagt Holger Ade, Leiter Betriebswirtschaft des Industrieverbandes.
Allein die Gesenkschmieden haben nach Auskunft des Verbandes von Januar bis Oktober 2010 mehr als 43 Prozent mehr produziert. Sie erhielten 80 Prozent mehr neue Aufträge als im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf das kommende Jahr zeigt sich allerdings auch hier eine zunehmende Unsicherheit. "Dazu trägt die nachlassende Dynamik bei. Im ersten Halbjahr 2010 haben Lagereffekte hohe Wachstumsraten bewirkt. Dagegen zeigte sich im dritten Quartal 2010 eine Stagnation, die allerdings auch von Urlaubszeiten verursacht wurde", begründet Holger Ade.
Insgesamt stehen die Unternehmen der Massivumformung vor der Herausforderung, das Wachstum profitabel zu gestalten. Denn die Branche geht davon aus, dass vor allem die Kosten teilweise erheblich steigen werden. Löhne und Gehälter legen tarifbedingt um 2,7 Prozent ab April 2011 zu - und auch bei den Vormaterial- und Energiekosten werden Steigerungen erwartet. Nicht nur die erhöhten Energie- und Stromsteuern, sondern vielmehr der sprunghafte Anstieg der Umlage für erneuerbare Energien kostet Unternehmen der Branche durchaus ein Viertel der Rendite. "Wir werben mit Nachdruck bei den marktmächtigen Kunden, diese offensichtlichen und erblichen Kostensteigerungen anzuerkennen und sich den Herausforderungen gemeinsam zu stellen", so Dr. Tutmann. lg








