Korrosionsprüfkammer

Katja Preydel,

Igos erhöht Prüfkapazitäten

Das Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen, Igos, hat seine Möglichkeiten im Bereich Korrosionsprüfung entscheidend erweitert.

Das Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen, Igos, hat seine Möglichkeiten im Bereich Korrosionsprüfung entscheidend erweitert. © IGOS

Der Industriedienstleister hat eine weitere Korrosionsprüfkammer in Betrieb genommen. Mit einem Prüfvolumen von 3,4 m³ lassen sich nun Bauteile von einer Länge bis 2,5 m und einem Gewicht von bis zu maximal 500 kg testen. Die Prüfkammer ermöglicht die Anfahrbarkeit mit einem Hubwagen. Dadurch können auch schwere und sperrige Muster einfach in die Kammer eingebracht werden.

Mit der neuen Prüfkammer reagiert das Igos, das seinen Kunden Schicht- und Schadensanalysen, komplexe Korrosionsprüfungen, aber auch die Galvanotechnik und chemische Analytik bietet, auf die wachsenden Anforderungen seiner Auftraggeber aus den verschiedensten Industriebranchen. Im modernen Korrosionslabor in Solingen können auf einer Fläche von ca. 200 m² eine Vielzahl an akkreditierten Korrosionsprüfungen, beispielsweise Kombinationsprüfungen oder diverse Klimawechseltests mit vielfältigen Modifikationsmöglichkeiten, durchgeführt werden. Das ist mit der neuen Prüfkammer jetzt auch für größere Bauteile oder ganze Baugruppen möglich.

Die Prüfkammer ist für die Durchführung von Salzsprühnebelprüfungen, (z.B. DIN EN ISO 9227 NSS), Kondenswasserprüfungen (z.B. DIN EN ISO 6270-2) und diverse Kombinationsprüfungen, wie beispielsweise den Klimawechseltest nach DIN EN ISO 11997-1 Zyklus B (früher: VDA 621-415) geeignet. Nach Installation der Kammer wurden mehrere Geräteeinstellungen eingehend geprüft und die Eignung der programmierten Korrosionsprüfabläufe getestet. Die Funktions- bzw. Korrosivitätsprüfung nach DIN EN ISO 9227 NSS wurde erfolgreich absolviert, sodass ab sofort akkreditierte Prüfungen durchgeführt werden können. Dabei kann man auch auf spezielle Kundenwünsche eingehen und Programme individuell erstellen.

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Das Institut ist seit 1993 überregionaler Ansprechpartner der Industrie in allen Fragen der Oberflächentechnik. Seit 1997 führt man Korrosionsprüfungen verschiedenster Art durch und seit 2006 ist man nach DIN EN ISO 17025 akkreditiert. Mit der Akkreditierung wird die Kompetenz zur Durchführung von Korrosionsprüfungen sowie weiterer in der Oberflächentechnik üblicher Prüfverfahren durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) bescheinigt.

Die Korrosionsprüfung ist eine der wichtigsten Methoden, um die Wirksamkeit der Fertigungskontrolle von Werkstoffen mit und ohne Beschichtungen zu überwachen. Dabei werden seit einigen Jahren verstärkt unabhängige Laboruntersuchungen angefragt oder gefordert, um Eigenprüfungen zu bestätigen und die Korrektheit von Prüfergebnissen gegenüber Geschäftspartnern zu bescheinigen.

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