Wirtschaft + Unternehmen

Heller Gruppe auf Erfolgskurs

Heller ist ein seit 119 Jahren und über drei Generationen erfolgreiches mittelständisches Familienunternehmen. Zu den Geschäftsfeldern gehören horizontale Bearbeitungszentren, 5-Achs-Bearbeitungszentren, Fräs-Dreh-Zentren, Flexible Fertigungssysteme, Maschinen für Kurbel- und Nockenwellenbearbeitung und Dienstleistungen.

Mit 592 Mio. Euro erreichte die Heller Maschinenfabrik im vergangenen Jahr eine erneute Steigerung des Umsatzvolumens um 25% und damit den höchsten Wert in der Geschichte des Unternehmens. Die Gesamtleistung überschritt mit 604 Mio. Euro erstmals die 600-Mio-Marke. Gleichzeitig normalisierten sich die Auftragseingänge mit 542 Mio. Euro auf hohem Niveau.

Die geografische Gewichtung der Auftragseingänge habe sich erneut verschoben, berichtet das Unternehmen. Bedingt durch ein starkes Projektgeschäft in China betrug der Anteil der Aufträge aus Asien im Jahr 2012 34 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent), während der Anteil von Nord- und Südamerika am gesamten Auftragseingang ca. 20 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent) ausmachte. Den nach wie vor größten Teil der Aufträge konnte Heller allerdings wie bisher aus der Region Europa gewinnen, wobei Deutschland als Herkunftsland besonders hervorragte. Dabei stammten zwei Drittel der Aufträge aus der Fahrzeugindustrie, während ein weiteres Drittel in vielen anderen Branchen wie zum Beispiel dem allgemeinen Maschinenbau und der Lohnfertigung gewonnen werden konnte.

Das erfreuliche Ergebnis beim Auftragseingang, das nach eigenen Angaben im Wesentlichen aus einem starken Projektgeschäft in China, dem zunehmend höheren Anteil aus dem internationalen PKW-Geschäft und aus der Gewinnung vieler neuer Zielgruppen und ¿branchen durch die 5-Achs-Maschinen resultierte, wurde lediglich leicht eingetrübt durch die Zurückstellung einer Reihe von Investitionsentscheidungen in Europa, heißt es weiter.

Umsatzwachstum und gute Auslastung

Mit 592 Mio. Euro lag der Umsatz um rund 25% über dem Vorjahreswert und ca. 20% über Vorkrisenniveau. Besonders stolz ist das Unternehmen, 2011 erstmals in seiner Geschichte eine Gesamtleistung von über 600 Mio. Euro erzielt zu haben. Wichtigste Umsatztreiber in der Gruppe waren neben dem Geschäft mit der automobilen Kundschaft ein weiteres Mal viele erfolgreiche Projekte mit Unternehmen zum Beispiel aus dem Werkzeug- und Formenbau und der Lohnfertigung ebenso wie mit Herstellern, die Teile für den Bau von Eisenbahnen, Kraftwerken und Flugzeugen, Maschinen für die Holzbearbeitung oder der Verpackungsindustrie produzieren. Und natürlich ist der After-Sales-Service wie auch in den vergangenen Jahren mit nahezu 20 % Umsatzanteil ein zuverlässiges Standbein des beschriebenen Erfolges.

Zufriedenstellende Ertragslage und Eigenkapitalquote

Mit einer operativen Rendite (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen) von ca. 8% des Umsatzes war 2012 das beste Jahr in der 119-jährigen Geschichte. Die Ertragsentwicklung ermöglichte eine deutliche Verstärkung der wirtschaftlichen Eigenmittel auf 104 Mio. Euro. Die Eigenmittelquote verbesserte sich weiter auf 32,4%.

Erhebliche Investitionen

Um die Qualität "Made by HELLER" den Kunden weltweit zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können, befasst sich das 2400 Mitarbeiter zählende Unternehmen seit Jahren mit der integrierten Betrachtung der Wertschöpfungskette und deren Optimierung. Das Ergebnis ist ein Fertigungsprozess und ein internationaler Produktionsverbund, der durch ein effizientes Lean Management überzeugt. Zusammen mit seinen marktnahen Produktionsstätten in Deutschland, England, Brasilien, den USA und ab Mitte 2013 auch in China verfügt das Unternehmen heute über ein wandlungsfähiges globales Produktions- und Einkaufsnetzwerk, das stetig ausgebaut und optimiert wird und in das somit auch permanent investiert wird.

Das Jahr 2012 wurde für Investitionen in einem Volumen von ca. 20 Mio. Euro genutzt. Im Stammhaus in Nürtingen konnte die Montagefläche um ca. 25% erweitert werden, das angekündigte Montagewerk in China wurde gestartet und kann zur Jahresmitte 2013 bezogen werden. Weitere Investitionen in Anlagen und Einrichtungen komplettieren das fast verdoppelte Investitionsvolumen. Gleichzeitig wurden die Entwicklungsausgaben um über 10% auf 13,1 Mio. Euro erhöht. Schwerpunkt ist die Verbreiterung des Produktprogramms zur noch besseren Bedienung der bestehenden Kunden und gezielten Erschließung neuer Zielgruppen. kf

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