Harting mit Wachstumsphantasie
Expansion mit Beschleuniger
Die Harting Technologiegruppe ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 (30. September) sehr zufrieden. "Wir haben einen neuen Rekordumsatz erzielt", stellt Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks, fest. Auch beim Personalstand verzeichnete das Espelkamper Familienunternehmen einen Rekord: Ende September 2013 wurden erstmals über 3.800 Mitarbeitende weltweit beschäftigt. Somit wurden innerhalb eines Jahres 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Der Auftragseingang stieg im Berichtszeitraum knapp zweistellig gegenüber dem Vorjahr. "Wir freuen uns mit unseren Mitarbeitenden über dieses tolle Ergebnis", sagte Harting weiter.
Ein wesentlicher Wachstumsbeschleuniger soll das umfassende Angebot des Unternehmens für die "Integrated Industry" sein. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des technologischen Wandels in der Industrie In einer Integrated Industry bringen Produkte das Wissen mit, wie sie bearbeitet und weitergeleitet werden müssen. Unternehmen können dadurch ökologisch und ressourcenschonend agieren. Die Produktion kann rationeller, flexibler, schneller und individueller gestaltet werden. Im Zuge dieses technologischen Fortschritts, wandelt sich auch die ganze Fabrik. Es ist der Übergang in die Smart Factory.
Claus Hilger, Geschäftsführer der zum Januar 2013 neu gegründeten Harting IT System Integration, betont, dass sich die Westfalen bei diesem Thema künftig stärker als Komplettanbieter positionieren wollen. Zentrale Elemente dabei sind Auto-ID- oder noch konkreter RFID-Lösungen. Durch RFID können Objekte automatisch identifiziert werden und sie bekommen ein Objektgedächtnis.
Produkte, Behälter oder auch Werkzeuge sind mit einem Transponder ausgestattet. Die darauf gespeicherten Informationen erlauben es, den Fertigungsprozess oder Transportwege dezentral zu steuern. Die Transponder und Komponenten sind für raue Umgebungsbedingungen ausgelegt und damit zu 100 Prozent industrietauglich. Mit der Lösungsarchitektur lassen sich SPS- und andere Feldsysteme über den anerkannten Industriestandard OPC-UA (OLE for Process Control) integrieren. OPC-UA unterstützt sowohl die Kommunikation mit Feldgeräten als auch ihre semantische Beschreibung.
Im Umfeld der Predictive Maintenance - der vorhersagbaren Wartung - entwickelt Harting Lösungen, um über Sensoren und Embedded Systems den Zustand der Produktion zu erkennen und auf dieser Grundlage die Prozesse in der Instandhaltung zu optimieren und Produktionsausfälle zu vermeiden.
Insgesamt verfolgt das Unternehmen bei der "Integrated Industry" eine "Dreifachstrategie". "Erstens optimieren wir damit unsere eigenen internen Prozesse und ermöglichen die effiziente Produktion kleiner Stückzahlen. Zweitens bieten wir eigenständige Produkte und entsprechende Systemintegration an, und drittens veredeln wir Produkte digital", erläutert Hilger diese Strategie.
Hilger sieht in dieser Schlüsseltechnologie hohes Wachstumspotenzial. Und: Die Tochter für IT-Integartaion ist selbst auf Wachstumskurs. Derzeit sucht die Gesellschaft an den neuen Standorten Berlin und Frankfurt qualifizierte IT-Spezialisten. bw









