Wirtschaft + Unternehmen
Haimer auf Erfolgskurs
Im 35. Jahr seines Bestehens verzeichnet das Unternehmen Haimer ein zweistelliges Umsatzwachstum, das nach eigenen Angaben nahezu das gesamte Produktspektrum und die drei großen Industrieräume Europa, USA und Asien betrifft. Ein neues Gebäude für Montage und Produktion, neue Maschinentechnik und zahlreiche Innovationen sollen den Mittelständler aus Igenhausen weiter auf Erfolgskurs halten.
Andreas Haimer, Prokurist und Mitglied der Geschäftsführung, erklärt: "Wir freuen uns, dass neben Europa auch die USA zum Wachstumstreiber innerhalb der Haimer-Gruppe geworden sind. Dort machen sich die mittlerweile über Jahre bewährten Vertriebsstrukturen bemerkbar."
Auch in Asien ist das Unternehmen seit Jahren aktiv und erfolgreich. Im Jahr 2012 kamen zu den bestehenden Haimer-Tochterunternehmen weitere Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Osaka (Japan), Seoul (Korea) und Jakarta (Indonesien) dazu. Alle Niederlassungen verfügen über komplett ausgestattete Showrooms, Trainings- und Schulungsmöglichkeiten für die Kunden und können vor Ort entsprechenden Service bieten. "Das direkte Engagement ist für uns überaus wichtig", argumentiert Haimer, "denn unsere Produkte sind von hoher Qualität und technologisch hochwertig. Die Vorteile müssen dem Anwender erklärt werden, und das können unsere eigenen Mitarbeiter natürlich am besten."
Die Haimer-Gruppe beschäftigt weltweit 300 Mitarbeiter, 230 am Heimatstandort Igenhausen bei Augsburg. Das Stammhaus wurde im letzten Jahr weiter ausgebaut. Andreas Haimer ist davon überzeugt, am Standort Deutschland langfristig wirtschaftlich produzieren zu können: "Die Kunst ist es, die Fertigung so flexibel und schlank auszugestalten, dass man mit internationalen Preisen konkurrieren kann. Dafür braucht man genügend Platz, weshalb wir einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Gebäude und Maschinentechnik investiert haben." Dieser Neubau wird im Frühjahr 2013 von den Abteilungen Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und technischer Einkauf bezogen. Doch der Großteil der Neubaufläche gehört der Produktion und Montage. Damit will Haimer weiter an Vorsprung als größter Hersteller für Werkzeugaufnahmen in Europa gewinnen.
Das Haimer-Produktportfolio ist breit gefächert. Kein anderer Hersteller, so heißt es aus Igenhausen, dürfte eine solche Vielfalt an Standard-Schrumpffuttern bieten können. Für jeden Einsatzfall - vom filigranen Schlichtfräsen tiefer Kavitäten bis zur Schwerzerspanung im Flugzeugbau - werden passende Standardlösungen angeboten.
Aber auch andere Haimer-Werkzeugaufnahmen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Zum Beispiel die verstärkten Spannzangenfutter Power Collet Chucks. Damit ist der Anwender sehr flexibel: Er kann jede Standard-ER-Zange verwenden, erreicht durch das hochgenau produzierte Haimer-Futter eine besonders gute Präzision am Werkstück und kann sogar das Safe-¿ock-System mit einer speziellen Spannzange mit Auszugssicherung einsetzen. Safe-¿ock bezeichnet eine von Haimer entwickelte und patentierte Auszugsicherung für Schaftwerkzeuge, die sich in der Schwer- und Schruppzerspanung als ein Standard etabliert hat. Führende Werkzeughersteller wie ATI Stellram, Widia, Walter, Sandvik Coromant, Seco Tools, Sumitomo, Kennametal, Helical, HAM, Emuge Franken und Data Flute haben bereits entsprechende Lizenzen erworben.
Ein weiteres, die Werkzeugaufnahmen ergänzendes System verspricht ein Erfolg zu werden: das in die Werkzeugaufnahme integrierte Cool Flash System. Es sorgt dafür, dass der Kühlschmierstoff (KSS) durch das Werkzeugfutter und dann von außen zuverlässig an die Werkzeugschneide gelangt - auch bei hohen Drehzahlen und wenig Druck.
"Diese und weitere Neuheiten werden wir 2013 auf allen wichtigen Messen weltweit präsentieren", sagt Andreas Haimer. "Die Imtex in Bangalore (Indien) hat bereits einen guten Anfang gemacht. Mit Spannung erwarten wir als nächstes die CIMT in Peking (China). Ansonsten steht das Jahr im Zeichen der EMO in Hannover. All unsere Aktivitäten sollten dazu beitragen, in diesem Jahr ein Wachstum von 5 bis 10 Prozent zu erreichen." kf









