Wirtschaft + Unternehmen
Fixkosten drücken
Fixkosten ärgern jeden Betriebswirt. Unabhängig von Umsatz, Ertrag und anderen Erfolgsfaktoren schmälern sie die Deckungsbeiträge. Das gilt umso mehr in Phasen schwächerer Ergebnisse. Der Cash-Flow kann recht schnell über die Maßen unter Druck geraten. Große Fixkostenblöcke können in solchen Fällen sogar zum Risiko werden. Zudem werden Fixkosten aus der Beschaffung von Sachmitteln und Dienstleistungen gern in den Gemeinkosten versteckt. Das erschwert die sachgerechte Bewertung einzelner Abteilungen und Projekte ¿ und damit eine transparente, erfolgsorientierte Planung.
Es gilt also, die Fixkosten so weit zu drücken wie möglich, um zu gesunden betriebswirtschaftlichen Verhältnissen zu kommen. Das kritische ¿Aufdröseln¿ der häufig mit mehr oder weniger resignierendem Schulterzucken zur Kenntnis genommenen Kosten ist aufwendig, da häufig Erfahrungen aus vergleichbaren Unternehmen fehlen.
Damit schlägt die Stunde von Spezialisten, die solche Erfahrungen mitbringen. Um sich mit deren Tätigkeit nicht den nächsten Kostenblock ins Haus zu holen, sollte auf Erfolgsbasis gearbeitet werden. Rund 40 Berater haben sich zusammengeschlossen und auf das Senken von Fixkosten in Industrie- und Handelsunternehmen, bei Banken und Dienstleistern, In Krankenhäusern und Behörden spezialisiert.
Systematische gehen die Berater auf die Suche nach Kostentreibern. Zunächst erstellen sie eine detaillierte Analyse der aktuellen Kostenstruktur im Unternehmen. Darauf aufbauend entwickeln sie Vorschläge zur Reduzierung der Aufwendungen und zur Optimierung von Prozessen. Unter die Lupe kommen alle relevanten Posten in Verwaltung, Beschaffung und Technik, vom Bürobedarf über Versicherungswesen und Fuhrparkmanagement bis zu Abfallentsorgung und Gebäudereinigung. Dazu gehört auch das Untersuchen günstiger Bezugsquellen und Dienstleister. Am Ende steht ein auf den Unternehmensbedarf zugeschnittenes Kostenmanagement.
Teams knacken die Kosten
Um die Potenziale möglichst vollständig auszuschöpfen, arbeiten üblicherweise projektbezogen kombinierte Teams zusammen. Spezialisierte Mitarbeiter mit tiefergehendem Expertenwissen knöpfen sich Teilbereiche wie Logistik, Reisekosten, Energieversorgung und andere vor und generieren Verbesserungsvorschläge. Der Projektleiter führt die Erkenntnisse zusammen und ist gleichzeitig Ansprechpartner für den Kunden.
Üblicherweise enden Beratertätigkeiten in der Industrie mit einer Analyse und Dokumentation der Erkenntnisse. Ganz anders in diesem Fall: Die Berater erstellen mit dem Kunden eine Strategie zur Umsetzung in die tägliche Praxis, in ein effizientes Kostenmanagement. Das soll gewährleisten, dass die aufgezeigten Potenziale möglichst vollständig ausgeschöpft werden.
Geld bei Erfolg
Ein alter Witz unter Consultants stellt fest, dass ein großer Teil der Berater ihren Kunden die Uhr aus der Tasche zieht, ihnen die Uhrzeit ansagen und sodann die Uhr als Honorar einbehalten. Dass die Kosten des Beraters den Nutzen seiner Arbeit bei weitem überwiegen, ist leider in vielen Fällen nicht von der Hand zu weisen. Hier haben sich die dienstleitenden Berater auf einen anderen Modus der Honorarfindung eingelassen: Sie erhalten einen ausschließlich erfolgsabhängigen Betrag. Der errechnet sich aus einem Anteil der im ersten Jahr nachgewiesenen Einsparungen. Und die entlasten das Unternehmen vom Kostendruck, vergrößern den Handlungsspielraum und leisten einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Position im Wettbewerb ¿ ganz ohne Risiko.
Meinolf Droege








