Hannover Messe

Daniel Schilling,

Festo gibt starke Zahlen bekannt

Die Festo Gruppe hat für das Geschäftsjahr 2021 den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erreicht. Nach einem zweistelligen Umsatzwachstum von rund 18 % auf 3,36 Milliarden Euro (Vorjahr 2,84 Milliarden Euro) startete das Unternehmen mit einem zweistelligen Auftragseingang in das erste Quartal.

Bis Ende 2023 sollen alle Produktions- und Logistikstandorte weltweit sowie die deutschen Vertriebsstandorte und die Unternehmenszentrale von Festo in Esslingen (im Bild) CO2-neutral sein. © Festo

Das Unternehmen will 2022 seine strategische Ausrichtung auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit mit voller Kraft vorantreiben und rechnet auch unter den aktuell schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen mit weiterem Wachstum. Das gab der der Vorstandsvorsitzende, Dipl.-Ing. Dr. h.c. Oliver Jung, gestern auf der Hannover messe bekannt.

Rekordwachstum im Geschäftsjahr 2021

Die Festo Gruppe verzeichnete 2021 ein Rekordjahr. Der Auftragseingang lag 26 % über dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter im In- und Ausland blieb in etwa konstant und lag Ende 2021, wie im Vorjahr, bei rund 8.600 in Deutschland und rund 12.100 im Ausland.

Der Maschinenbau profitierte sehr stark von der wiedererstarkten Weltwirtschaft und Industrieproduktion. Festo wuchs 2021 in praktisch allen Regionen zweistellig. Insbesondere China, Indien und weitere asiatische Länder, wie Südostasien und Pazifik, befeuerten das globale Wachstum trotz der weiterhin bestehenden Probleme der Lieferketten und den Engpässen bei Elektronikbauteilen.

Massive Investitionen in die Halbleiter-/Elektronikindustrie, die Digitalisierung, neue Mobilität, die LifeTech- und Biotech-/Pharmaindustrie sowie eine solide Investitionstätigkeit im Bereich Nahrungsmittelindustrie waren die Basis für das hohe Wachstum von Festo mit Automatisierungstechnik.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Festo hat 2021 rund 7 % in Forschung und Entwicklung investiert. „Unsere Innovationspipeline ist prall gefüllt mit Neuheiten, die wir jetzt auf der Hannover Messe 2022 unseren Kunden vorstellen. Wir haben im letzten Jahr große Fortschritte bei wichtigen Neuheiten gemacht, wie der digitalen und intelligenten Pneumatik, Automatisierungsplattformen und Konzepten zur Energieeinsparung bei der Pneumatik. Außerdem arbeiten wir an völlig neuen Innovationsfeldern, wie der kollaborativen pneumatischen Robotik, die wir erstmals in Hannover zeigen“, sagte Oliver Jung.

Klimaneutral bis Ende 2023

Automatisierung ist ein wichtiger Enabler, um die industrielle Produktion klimaneutral umzugestalten. „Festo wird in den nächsten zwei Jahren seinen CO2-Fußabdruck massiv verringern. Im Ergebnis werden Ende 2023 alle unsere Produktions- und Logistikstandorte weltweit sowie die deutschen Vertriebsstandorte und die Unternehmenszentrale in Esslingen CO2-neutral sein,“ erläuterte Jung.

Festo hat seine Nachhaltigkeitsstrategie an den für das Unternehmen relevanten Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs) ausgerichtet.

2022 weiter auf Wachstumskurs

Die Festo Gruppe verzeichnete im ersten Quartal 2022 weiterhin einen zweistelligen Rekord bei Umsatz und Auftragseingang. Für das zweite Quartal können noch keine abschließenden Aussagen getroffen werden.

Wachsende Unsicherheiten ergeben sich aufgrund der Pandemie, insbesondere im asiatischen Raum, sowie der Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Hohe Energie-, Material- und Transportkosten belasten das Geschäft ebenso wie die weitere Verknappung von Rohstoffen und Elektronikbauteilen.

„Wir bauen aktuell alternative Lieferketten auf, um uns insbesondere bei energieintensiven Materialien so weit wie möglich von kritischen Märkten zu entkoppeln. Außerdem erhöhen wir in allen Regionen unsere Lagerbestände bei Kernprodukten“, so Oliver Jung.

Robuste Supply Chain

Festo hat sein globales Produktions- und Logistiknetzwerk noch robuster aufgestellt. Insgesamt gewinnt die Parallelisierung der Produktion nah an den Märkten „in der Region für die Region“ auch im Zeichen von Nachhaltigkeit und kurzen Transportwegen zunehmend an Bedeutung.

„2022 wird ein weiteres sehr herausforderndes Jahr – sowohl aus menschlicher als auch wirtschaftlicher Perspektive. Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt, aber die weitere Entwicklung der Pandemie und die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten sowie der Supply Chain sind schwer prognostizierbar. Wir rechnen insgesamt mit weiterem Wachstum und investieren konsequent in Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das zeigen wir auch hier auf der Hannover Messe“, erklärte Oliver Jung.

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