Wirtschaft + Unternehmen

„Spezielle Lösungen“

Kundenspezifische Lösungen gehören zur Kernkompetenz von Framo Morat. SCOPE-Redakteur Dr. Peter Stipp sprach mit dem kaufmännischer Geschäftsführer Gökhan Balkis. Er leitet Framo Morat zusammen mit Uwe Beushausen seit 2005. Daneben ist er Geschäftsführer der F. Morat & Co. GmbH – einem Anbieter für Kunststoffspritzgussteilen und kompletten Antriebslösungen.

SCOPE: Seit Ende letzten Jahres treten Sie im Markt mit einem neuen Corporate Design auf. Haben sich denn die Haupt-Geschäftsfelder von Framo Morat verändert?

Balkis: Mit dem neuen Corporate Design, das wir zur letztjährigen SPS/IPC/Drives eingeführt haben, steht unsere Strategische Ausrichtung im Fokus: Die Antriebs- und Zahnradtechnik sind die zwei Säulen für unseren langfristigen Erfolg. Framo ist unsere weltweit bekannte Marke für innovative Antriebstechnik. Der Name Morat steht für über 145 Jahre Tradition rund um die Zahnradtechnik.

SCOPE: Generieren Sie Ihren Hauptumsatz mit Standard- oder kundenspezifischen Lösungen? Welchen Schwerpunkt haben diese Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern?

Balkis: In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt in allen Geschäftsfeldern immer mehr in Richtung kundenspezifische Lösungen verlagert. So erhielt Framo Morat von einem der größten Automobilzulieferer der Welt die Seriennominierung zur Fertigung einer Rotorwelle, die in einem Pkw-Elektromotor für Antrieb sorgt. Die Entwicklungsteams beider Unternehmen haben intensiv und erfolgreich an der Realisierung des Projekts gearbeitet, so dass die Motoren Anfang 2011 in Serie gehen werden. Für einen anderen Kunden haben wir Antriebe für Nachführsysteme von Solarthermie-Anlagen entwickelt. Im Gegensatz zu den Photovoltaik-Anlagen ist eine sehr genaue Ausrichtung der Hohlspiegel notwendig, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erzielen – Abweichungen von fünf Winkelminuten können bereits zu großen Einbußen führen.

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SCOPE: Wurde Framo Morat nicht auch als Lieferant ausgezeichnet?

Balkis: Wir haben einen Antrieb für ein Zwei-Komponenten-Mischgerät im Bereich der Dentaltechnik entwickelt, den wir seit einigen Jahren in Serie produzieren. Im vergangenen Jahr wurden wir von unserem Kunden 3M ESPE zum Lieferanten des Jahres 2009 ausgezeichnet – in den Kategorien Qualität, Liefertreue und Innovation.

SCOPE: Im Sommer letzten Jahres erfolgte die Gründung einer gleichnamigen Tochter in den Niederlanden. Gibt es schon erste „Erkenntnisse“ Ihrer Präsenz auf dem Benelux Markt? Sind weitere Gesellschaften geplant?

Balkis: Die Framo Morat B.V. wurde im Juni 2009 gegründet und die Erkenntnisse sind durchaus positiv. Wir sind schon seit Jahren über einen Vertriebspartner in den Niederlanden erfolgreich präsent. Für den Ausbau unseres Engagements im Benelux Markt war es richtig und wichtig eine eigene Tochtergesellschaft in Moordrecht bei Rotterdam zu etablieren. Die Beziehung zu unseren Bestandskunden hat sich wie erwartet intensiviert aber besonders erfreulich ist die Bilanz, die wir bereits heute bei der Gewinnung neuer Kunden ziehen können. Weitere Gesellschaften werden derzeit in Betracht gezogen, es ist aber noch zu früh, um hier auf Details eingehen zu können.

SCOPE: Können Sie unseren Lesern schon vorab einen Hinweis geben, was Sie Neues auf der IPC/SPS/Drives in Nürnberg präsentieren werden?

Balkis: Auch auf der SPS werden wir den Schwerpunkt auf kundenspezifische Entwicklungen legen – unter anderem für den Bereich der regenerativen Energie und Elektrofahrzeugtechnik.

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