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ConVis sendet live aus dem Lager

"ConVis heißt das Anlagenvisualisierungsprogramm der Klinkhammer Group, ein mehrsprachiges Mehrplatzsystem. Basis ist eine Automatisierungssoftware namens Zenon. Die Klinkhammer-Lösung bildet die komplette Anlage ab. Man sieht zum Beispiel, wie sie aufgebaut ist, wo Förderplätze sind und sich das Ladegut befindet", erläutert Frank Hanné, Leiter des Service24 bei der Klinkhammer Group. "ConVis hält Informationen über das Ladegut bereit, informiert über das Ziel, zeigt auch an, warum welches Ladegut an der jeweiligen Position steht. Und wenn Regalbediengeräte eingesetzt werden, erfährt man auch darüber alle Details." Aus unterschiedlichsten Quellen wird ConVIS mit Daten gefüttert, dort werden sie verarbeitet und in übersichtliche Bilder, Schautafeln und Prozesse umgesetzt. Egal ob die Motorsteuerung Probleme bereitet oder ein Behälter nicht zum Bestimmungsort fährt, ConVis zeigt es in Echtzeit an und hilft Ausfälle oder Fehler schnell zu beheben und die Abläufe zu optimieren.

Das Lager und mögliche Probleme aus dem Leitstand im Blick: ConVis.

Gerade Transparenz und Übersichtlichkeit von ConVIS ermöglichen bei Fehlern oder Fehlsteuerungen nicht nur einen sofortigen Zugriff vor Ort oder durch das Serviceteam von Klinkhammer, es ist auch Grundlage für den Weiterbetrieb. Ein weiterer Fortschritt bei der Fernwartung ist die Ausrüstung von neuralgischen Punkten einer Anlage mit Kameras. Ein Beispiel sind etwa sehr hohe Regalbediengeräte (RBG).

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Hanné: "Wenn am obersten Punkt eines 30 Meter hohen Regalbediengerätes ein Fehler auftritt, ist es nicht nur gefährlich dorthin zu gelangen, es ist immer auch sehr aufwändig." So rüstet Klinkhammer auf Wunsch diese Anlagenteile mit Kameras aus. Fehler werden nun nicht mehr nur als Grafik in ConVIS abgebildet und dokumentiert, es ist jetzt auch möglich sich über ein Livebild einen sehr genauen Eindruck von einer Störung, etwa einer herabhängenden Folie, zu verschaffen. In einer Intralogistik-Anlage hat dies weitreichende Konsequenzen, denn die sensible Sensorik stoppt das RBG, obwohl keine Gefahr besteht oder gar ein schwerwiegender Fehler vorliegt. Ohne Livebild müsste nun ein Mitarbeiter angegurtet werden, sich auf den Weg nach oben begeben, die Situation untersuchen und die Folie abschneiden, damit alles seinen Gang geht. Mit dem Livebild hingegen kann die Situation sofort beurteilt und die Anlage manuell weitergefahren werden, um die Palette auszuschleusen und die schadhafte Folie zu beseitigen. Die Kameras sorgen für eine 360°-Sicht und durch eine zuschaltbare Lichtquelle auch in dunklen Anlagenteilen für einen umfassenden Durchblick. "Durch dieses neue Prinzip können 90 bis 95 Prozent der Fehlermeldungen über die manuelle Steuerung schon von außen beseitigt werden", unterstreicht Hanné. bw

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