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Chr. Mayr misst Rotationsteile per Funk
Messungen auf rotierenden Teilen erfordern die Übertragung von Energie auf das rotierende Teil und die Übertragung von Daten aus dem rotierenden Teil. In der Vergangenheit wurden Energie und Daten hauptsächlich induktiv übertragen. Dieses Prinzip hat einige Nachteile im Vergleich zur Funk-Datenübertragung der neuen Roba-DSM.
Sehr großer Nachteil der induktiven Systeme ist die geringe Distanz, über die Daten übertragen werden können. Sie arbeiten deshalb meistens mit umschließenden Statoren, die teilweise auch gelagert sind. Die Roba von Chr. Mayr benötigt keine Umfassung und damit nur geringen Bauraum. Der Stator lässt sich einfach an jeder beliebigen Stelle am Umfang montieren. Bei der Einstellung des Stators sind große Toleranzen in allen Richtungen zulässig. Die möglichen Abstände von bis zu fünf Millimeter sind deutlich größer als bei umfassenden Systemen.
Ein weiterer gravierender Nachteil der induktiven Systeme ist bei analogen Ausführungen die meist geringe Bandbreite der Übertragung beziehungsweise die geringe Datenrate bei digitalen Varianten. Solche Systeme sind meist bis 1 kHz spezifiziert. Durch die Übertragung von Energie und Messdaten über einen Träger erfordern diese Systeme eine aufwändige Trennung der Signale.
Die neue drehmomentmessende Roba DSM benutzt zwei komplett getrennte Wege für die Übertragung von Energie zum Rotor und die Übertragung von Daten zum Empfänger. Durch die hohe Bandbreite von bis zu 3,5 kHz kann sie auch schnelle, dynamische Vorgänge sicher erfassen. Die Aufbereitung der Daten auf dem Rotor ermöglicht eine optimale Verstärkung und Offsetkompensation. Auf dem Rotor befindet sich ein programmierbarer Verstärker, der über die Funkschnittstelle programmiert wird. Damit kann der Anwender nach dem Einbau direkt auf dem Rotor eine Offsetkompensation vorzunehmen. bw






