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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wertschöpfung gesteigert

Blechspezialist Graepel stafft Strukturen

Die auf Blechbauteile für Fahrzeuge, Maschinen und Bauobjekte spezialisierte Friedrich Graepel AG zeigt sich im 125. Betriebsjahr auf solidem Wachstumspfad, wie der vorgelegte Jahresbericht für das abgelaufene Wirtschaftsjahr belegt. Vorstand Klaus Mecking hat zudem die Strukturen im Unternehmen gestrafft und damit den Rohertrag gesteigert.

Vorstand Klaus Mecking hat die Strukturen im Betrieb gestrafft, was sich jetzt mit dem höchsten je erzielten Rohertrag in der Bilanz widerspiegelt.

Beim Geschäftserfolg liegt die Unternehmensgruppe bereits seit drei Jahren mit rund 78 Mio Euro Gesamtleistung auf einem bislang nicht übertroffenen Hochniveau in ihrer langen Geschichte. Zum Vergleich: Nur fünf Jahre zuvor standen erst 46 Mio Euro in den Büchern.

Um diesen Erfolg und das wiederholt positive Betriebsergebnis noch zu steigern, verdoppelte Graepel die Investitionen auf rund 5,7 Mio Euro. Parallel dazu straffte Vorstand Klaus Mecking die Strukturen, was sich bereits mit dem höchsten je erzielten Rohertrag in der Bilanz widerspiegelt. Damit schraubte er auch die Wertschöpfung je Arbeitnehmer auf über 76 TEUR hoch: Spitzenwerte für den Betrieb, der seit 1889 Lochbleche fertigt und heute zu den Marktführern zählt. 544 Mitarbeiter beschäftigt Graepel am Stammsitz in Löningen sowie in den Werken in Seehausen in der Altmark und Omaha in den USA. Die Joint Venture-Fertigung in der Türkei kappte Mecking zugunsten einer kompletten Werksneugründung in Löningen: Mit der Oberflächentechnik Löningen GmbH & Co KG nahm Anfang 2014 ein Spezialbetrieb die Produktion auf. Mit ihm will der Hersteller seine Beschichtungsqualität deutlich über das Marktniveau heben. Um die Rendite zu optimieren, werden nach Bedarf Lohnaufträge hinzugenommen.

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Graepel sieht sich damit für die Zukunft gut gerüstet. "Die anhaltende Schuldenkrise und die instabilen Osteuropamärkte haben wir durch unser US-Wachstum kompensiert", sagt Mecking. Zudem habe Graepels starkes Vertriebsteam nennenswerte Projektaufträge bei neuen Kunden in Europa akquirieren können. Da die Nachfrage vieler Großabnehmer aufgrund von Modellwechseln gut prognostizierbar sei, könne auch weiterhin von einem erfreulichen Geschäftsverlauf ausgegangen werden.

Die ausschließlich auf Blechbauteile fokussierte Marke mit dem blauen Logo steht für hoch funktionale, sichere und optisch ansprechende Rahmen- und Strukturteile, Lüftungs- und Schutzgitter sowie Aufstiege und Plattformen. Sie werden an praktisch alle führenden Hersteller von LKW, Baumaschinen, Bussen, Landmaschinen und Bahnen geliefert. In der Baubranche sind es Blechprofilroste, Treppen und Podeste, die Metallbaufirmen in teils spektakuläre Architekturobjekte einbringen. Graepel ist einer der Initiatoren des RAL Gütezeichens Lochbleche, dessen Vorgaben das DIN-Niveau weit übertreffen.

"Qualität begründet unseren Erfolg", betont Mecking. Und zwar in jeder Hinsicht: Bei vielen Bauteilen gehe es um kniffelige Fragen der Kosteneinsparung, Gewichtsreduzierung oder Fertigungsoptimierung. Dabei sei umfassendes Know How gefragt, das preisbetonte Wettbewerber nicht bieten könnten. Dank Graepels voll integrierter Prozesskette, die sogar den anspruchsvollen Werkzeug- und Prototypenbau umfasse, schaffe man kurze Durchlaufzeiten und ein Höchstmaß an Präzision. "Daraus erzielen unsere Kunden Wettbewerbsvorteile über das Bauteil hinaus", so Mecking. Graepel sei oft "Geburtshelfer der ersten Stunde" und dabei, wenn nachhaltig beste technische Lösungen entwickelt werden. kf

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