Automatisierungsanbieter investiert in Ostfildern
Bei Pilz rücken die Bagger an
Pilz erweitert am Stammsitz in Ostfildern seine Kapazitäten mit einem neuen Produktions- und Logistikzentrum. Der Spatenstich am gestrigen 28. April markiert den Baubeginn des Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrums mit Produktion und Büroräumen, das dann zukünftig in ein geschlossenes Areal, dem Pilz Campus, eingebunden sein wird. Die Bauzeit wird etwa ein Jahr betragen, die Nutzfläche des Gebäudes umfasst 15.000 Quadratmeter. Das Gebäude wird nach den neuesten Standards und Erkenntnissen in Bezug auf Energieeffizienz sowie Lärmschutz und Logistikabläufe erstellt. Der Neubau hat zum Ziel, die Produktion und die produktionsnahen Prozesse nochmals effizienter zu gestalten.
Zugleich vermeldet die Unternehmensgruppe ein Umsatzplus für das Geschäftsjahr 2013: Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 233 Millionen Euro. Damit liegt der Komplettanbieter für die sichere Automation erneut über dem Branchendurchschnitt. Mit aktuell gut 1.800 Mitarbeitern konnte Pilz auch in diesem Bereich einen Zuwachs von über sieben Prozent verzeichnen. Mit der Eröffnung von drei neuen Tochtergesellschaft hat das Unternehmen im vergangenen Jahr seine weltweite Präsenz ausgebaut.
"Im Jahr 2013 waren Schwankungen kennzeichnend für die gesamte Branche der Automation. Mit dem erzielten Umsatzanstieg von drei Prozent, von 227 Millionen Euro in 2012 auf 233 Millionen Euro in 2013, können wir deshalb zufrieden sein", erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl bei Pilz 2013 um über sieben Prozent. Die Unternehmensgruppe zählte Ende 2013 weltweit 1.807 Beschäftigte, davon sind 890 in Deutschland beschäftigt. Direkt am Standort Ostfildern waren zum Jahresende 800 Mitarbeiter tätig. Pilz will weiter wachsen und weitere Mitarbeiter einstellen. Für das laufende Jahr sind rund 90 zusätzliche Stellen in Planung, insbesondere im Bereich Entwicklung von Hard- und Software.
Mit den 2013 neu gegründeten Tochtergesellschaften in Kanada, Taiwan und Tschechien gehören jetzt 31 Töchter zur Pilz-Gruppe. Der Exportanteil betrug im vergangenen Geschäftsjahr 68,2 Prozent; das ist eine Zunahme um 0,4 Prozent im Vergleich zu 2012. "Im asiatischen Raum ist China ein wichtiger Markt für uns. Das zunehmende Sicherheitsbewusstsein und die Annäherung an europäische Standards bieten hervorragende Perspektiven für uns", erklärt Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung. Um die Kunden auf dem asiatischen Markt schneller beliefern zu können, errichtet Pilz derzeit im chinesischen Jintan eine eigene Produktionsstätte. Das Investitionsvolumen für beide Werke in Deutschland und China beträgt insgesamt rund 25 Millionen Euro. pb









