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AMB 2012: Windenergie-Markt wächst weltweit kräftig
Die Zeichen stehen günstig: Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung 30 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugen. Der Wirtschaftsverband Windenergie schätzt, dass Jahr für Jahr allein in Deutschland 3000 MW Nennleitung hinzukommen müssen, um dieses ehrgeizige, im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebene Ziel zu erreichen. Profitieren werden davon auch viele Aussteller der AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 18. bis 22. September 2012 auf dem Stuttgarter Messegelände neben dem Flughafen stattfindet. Denn Windkraftanlagen müssen erst einmal produziert werden, und die Anforderungen sind hoch.
Allein im vergangenen Jahr kamen nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI), Berlin, in Deutschland 895 (2010: 754) Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2007 (2010: 1551) MW hinzu. Das sind 456 MW mehr als 2010 und entspricht einem Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt der Zubau voraussichtlich im Trend des Weltmarktes, der in 2011 die prognostizierten 40¿000 MW um rund 2000 MW überschritten haben dürfte. Fast die Hälfte davon wurde - wie auch schon 2010 - in China installiert. Auch das Repowering, also der Ersatz älterer Anlagen durch leistungsfähigere neue, scheine anzuziehen. Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE): "Hier ist seit einigen Jahren eine stetige Steigerung zu vermerken, in 2011 sogar um 30 Prozent, womit das Repowering zu einer relevanten Größe für die Neuinstallationen wird". Konkret: 170 alte Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 123 MW wurden durch 95 neue Windenergieanlagen mit 238 (2010: 183) MW ersetzt.
Investitionen in Windenergie kommen vor allem dem Mittelstand zugute. Das ergab eine Untersuchung von Pricewaterhousecoopers (PWC) speziell der Offshore-Windenergie "Derzeit entfallen rund 90 Prozent der Wertschöpfung in der Branche auf kleine und mittelgroße Unternehmen", sagt Dr. Thomas Ull, Mittelstandsexperte bei PWC in Bremen. Die Unternehmensberater kamen in ihrer Studie zu dem Schluss, dass sich die Umsätze mit der auf dem Meer erzeugten Windenergie bis zum Jahr 2021 von 5,9 Mrd. Euro in 2010 auf 22,4 Mrd. Euro fast vervierfachen werden. Davon profitierten nicht nur Unternehmen in küstennahen Bundesländern. Insbesondere im Bereich Anlagenbau, auf den etwa 60¿Prozent der Erlöse in der Offshore-Wertschöpfungskette entfallen, haben fast 40¿Prozent der Hersteller ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Baden-Württemberg. Aber auch an Land ist mit einem kräftigen Ausbau zu rechnen, zumal viele Kommunen gerade entdecken, dass sich mit Strom aus Wind ordentlich Geld verdienen lässt.
Alles in allem also günstige Eckdaten, die die Windenergiebranche zu einem zunehmend lukrativen Markt auch für den deutschen Maschinenbau und seine Zulieferer machen. Schon jetzt, ein halbes Jahr vor Messebeginn, sind sich viele Aussteller sicher, dass zahlreiche Besucher der bereits ausgebuchten Messe aus der Windenergiebranche kommen werden. Entsprechend ausgerichtet ist auch das Messeangebot.
Klar ist, die Windenergie als Zielbranche wird immer wichtiger und interessanter. Deshalb wendet sich die Messe Stuttgart mit einem Windenergie-Parcours an die Besucher der AMB 2012. Die Stände der Aussteller, die speziell der Windenergiebranche ihre Produkte und Dienstleistungen vorführen möchten, werden auf Wunsch entsprechend mit einem Logo gekennzeichnet und in einem gesonderten Messeführer aufgelistet. Messe-Projektleiter Präzisionswerkzeuge und Peripherie, Gunnar Mey: "Die Besucher werden anhand des Führers und der Kennzeichnung zielgerichtet über die gesamte Messe an die relevanten Stände geführt, sodass sie sich sehr schnell über den aktuellen Stand der Technik informieren können."
Die AMB 2012 ist bereits jetzt komplett ausgebucht. Auf rund 105.000 Bruttoquadratmetern werden mehr als 1.300 Aussteller Innovationen und Weiterentwicklungen aus der Zerspantechnik und der Präzisionswerkzeugindustrie, aber auch Spannzeuge, CAD, CAM, CAE, Software, Schleifmaschinen, Werkstück- und Werkzeughandhabung sowie Messtechnik zeigen. Unterstützt wird die AMB 2012 von den ideellen Trägerverbänden VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge, VDMA Fachverband Software sowie VDW-Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. lg








