Wirtschaft + Unternehmen

ACE: Beim Test ging es heiß her

Die in Bochum ansässige Brunel Car Synergies gehört zur an der Bremer Airport City beheimateten Brunel. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Ingenieurdienstleistungen in Deutschland und bündelt das Know-how und die Erfahrung von rund 3.000 hoch qualifizierten Ingenieuren, Informatikern, Technikern und Managern. Zu den Aufgaben gehört das Lösen komplexer Aufgaben entlang der gesamten Prozesskette von der Entwicklung über Konstruktion, Verifikation, Prototyping, Testing bis hin zum Management Support. Tests für die Automobilbranche gehören zur Tagesordnung. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass die Bochumer vor kurzem den Auftrag erhielten, fünf Gasfedern zu testen. Schließlich befinden sich diese Maschinenelemente zum Unterstützen der Handkraft beim Öffnen und Schließen kleiner und großer Klappen, Hauben und Luken in so gut wie jedem Kfz-Kofferraum.

Erfolgreich im Test: Die Hochtemperaturausführungen von ACE sind belastbar bis 160 Grad Celsius, zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie.

Außergewöhnlich wurde der Fall jedoch durch zwei Umstände: Zum einen galt es, spezielle Gasfedern für Hochtemperaturbereiche zu testen.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sorgte Brunel Car Synergies dafür, dass die Gasfedern während der Versuchsreihe in einer Temperierkammer konstant auf 160 Grad C erwärmt wurden. Die Prüflinge waren dabei mittels Adapter fest an Widerlagern montiert. Gleichzeitig war über eine computergesteuerte Krafteinleitung sichergestellt, dass alle Gasfedern den gleichen Belastungen in z-Richtung ausgesetzt waren. Die dauerhaften Belastungen sollten nur bei Bruch der Gasfeder oder bei einem Kraftverlust während der durchzuführenden Kennlinienmessung auf 1,75 Kilonewton Druckkraft abgebrochen werden. Nach dem Teststart war gleich nach den ersten Lastwechseln bei der nicht von ACE stammenden Gasfeder keine Gegenkraft mehr zu verzeichnen. Ihre Dichtung war bereits zum Teil aus dem Gehäuse gerutscht. Bei den verbliebenen drei Produkten der ACE Stoßdämpfer GmbH trat der den Test abbrechende Kraftverlust bei einem Probanden erst nach 3.000 und bei einem anderen nach 5.000 Zyklen auf.

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Eine weitere Sondergasfeder von ACE mit spezieller Dichtungstechnik erwies sich mit 10.000 Zyklen als die robusteste. Rainer Loh, Produktmanager von ACE für Industriegasfedern, zeigt sich zufrieden: "Wenn man berücksichtigt, dass die 5.000 bzw. 3.000 Zyklen bei diesem Lebensdauertest streng genommen jeweils aus Doppelhüben bestehen, dann sind diese Laufleistungen gerade für diesen Temperaturbereich mehr als beachtlich. Dass eine unserer Spezialfedern sogar 10.000 Zyklen schafft, macht uns besonders stolz." bw

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