Werkzeugstahl-Anbieter erreicht Ziele
Schmolz + Bickenbach wieder mit schwarzen Zahlen
Schmolz+Bickenbach, Anbieter von Spezialstahl-Langprodukten mit Hauptsitz in der Schweiz, konnte seine Finanzzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbessern. Erstmals seit 2011 ist das Konzernergebnis wieder positiv.
Die für 2014 gesteckten Ziele wurden allesamt erreicht oder übertroffen: das bereinigte EBITDA stieg um 46.4% auf EUR 261.7 Mio. (2013: EUR 178.8 Mio.). Das um EUR 133.7 Mio. gesteigerte und mit EUR 50.0 Mio. deutlich positive Konzernergebnis spiegelt das Ergebnisverbesserungsprogramm sowie die deutlich gesunkene Zinslast wider. Der bereinigte EBITDALeverage (Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu bereinigtem EBITDA) konnte weiter auf 2.2x (2013: 3.4x) zurückgeführt werden, womit das für 2016 angestrebte Ziel bereits 2014 erreicht wurde.
Absatzmenge und Umsatzerlöse gesteigert
Die Absatzmenge konnte um 81 Kilotonnen bzw. 3.9% auf 2 135 Kilotonnen (2013: 2 054 Kilotonnen) gesteigert werden. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz wegen eines etwas niedrigeren Preisniveaus leicht unterproportional um EUR 61.7 Mio. bzw. 1.9% auf EUR 3 338.4 Mio. (2013: EUR 3 276.7 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2.2%.
Absolute und prozentuale Bruttomarge weiter verbessert
Die absolute Bruttomarge stieg im Gesamtjahr um EUR 110.9 Mio. bzw. 10.5% auf EUR 1 167.3 Mio. (2013: EUR 1 056.4 Mio). Die prozentuale Bruttomarge verbesserte sich damit im Gesamtjahr deutlich auf 35.0% (2013: 32.2%).
EBITDA und EBITDA-Marge wesentlich verbessert
Im Geschäftsjahr 2014 konnte SCHMOLZ + BICKENBACH das bereinigte EBITDA um EUR 82.9 Mio. bzw. 46.4% auf EUR 261.7 Mio. (2013: EUR 178.8 Mio.) erhöhen. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich damit auf 7.8% (2013: 5.5%) im gesamten Geschäftsjahr. Das Unternehmen hat damit 2014 einen großen Schritt in der Umsetzung seines mittelfristigen Ziels einer bereinigten EBITDA-Marge von über 8% erzielen können. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten ergab sich im Gesamtjahr ein betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von EUR 252.6 Mio. (2013: EUR 141.7 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 7.6% (2013: 4.3%).

Schmolz + Bickenbach schreibt schwarze Zahlen
Das an der Schweizer Börse notierte Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 1,1 Prozent auf 2,55 Mrd. Euro. Der Absatz stieg um 5,4 Prozent auf 1.647 Kilotonnen.
Netto-Finanzaufwand halbiert
Infolge des Schuldenabbaus durch die im vierten Quartal 2013 zugeflossenen Mittel aus der Kapitalerhöhung und verbesserter Zinskonditionen der neuen Finanzierung konnte SCHMOLZ + BICKENBACH den Netto-Finanzaufwand im Gesamtjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr in etwa halbieren; der Netto-Finanzaufwand sank um EUR 54.5 Mio. bzw. 51.7% auf EUR 50.9 Mio. (2013: EUR 105.4 Mio.).
Konzernergebnis erstmals seit 2011 wieder positiv
Zum ersten Mal seit drei Jahren konnte das Unternehmen für das Gesamtjahr 2014 mit EUR 50.0 Mio. (2013: -83.7 Mio.) wieder ein positives Konzernergebnis (EAT) ausweisen, welches den Vorjahreswert um EUR 133.7 Mio. übertraf. So ergab sich insgesamt ein Ergebnis pro Aktie von EUR 0.05 (2013: EUR -0.26).
Verzicht auf Dividendenzahlung in 2014
In Übereinstimmung mit der langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie wird SCHMOLZ + BICKENBACH erwirtschaftete Gewinne in absehbarer Zukunft primär zur Stärkung der Bilanz sowie zur Schuldentilgung einsetzen. Dies soll sukzessive den Unternehmenswert nachhaltig steigern. Daher schlägt der Verwaltungsrat vor, für 2014 auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten.
Ausblick 2015 und Mittelfristziele
Sowohl die Schätzungen für die allgemeine Konjunktur als auch für den Stahlverbrauch sind mit gemischten Vorzeichen versehen. Die im Januar 2015 erfolgte Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro wird zu Ergebnisbelastungen führen. SCHMOLZ + BICKENBACH geht daher mit verhaltenen Erwartungen in das Jahr 2015.
Das Unternehmen erwartet für 2015 Absatzmengen, die ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2014 liegen dürften.
Preisänderungen bei Legierungselementen, wie z.B. Nickel, und bei Schrott gibt das Unternehmen über ein Zuschlagssystem weitgehend an seine Kunden weiter. Somit schwanken die Umsatzerlöse aufgrund externer, von SCHMOLZ + BICKENBACH nicht zu beeinflussender Faktoren teilweise sehr stark. Von einer Schätzung der Umsatzerlöse für die Gruppe sieht das Unternehmen daher in Zukunft ab.
Das Ergebnis der Gruppe wird im Gesamtjahr 2015 durch die im Januar 2015 erfolgte Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro belastet. Der negative Einmaleffekt auf das EBITDA aus der Umrechnung der auf Euro lautenden betrieblichen Netto-Forderungen in der Bilanz unserer operativen Schweizer Gesellschaften beläuft sich per Ende Februar 2015 auf rund EUR 7 Mio. Ein gegenläufiger positiver Effekt aus der Umrechnung finanzieller Verbindlichkeiten in Euro und Sicherungsgeschäften wird diese Belastung teilweise kompensieren. Darüber hinaus ergibt sich ein laufender Effekt aus der Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Auf Basis vorläufiger Sensitivitätsanalysen dürfte jede Aufwertung des Schweizer Franken um einen Rappen zu einer Verringerung des EBITDA von rund CHF 1.5 Mio. pro Jahr führen. Die gegenläufigen translatorischen Effekte dürften dies nur teilweise abfedern.
Beeinflusst durch die zuvor beschriebenen Effekte erwartet SCHMOLZ + BICKENBACH für 2015 ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen EUR 210 Mio. und EUR 250 Mio. Diese Schätzung basiert darüber hinaus auf der Annahme, dass die Prognosen zur konjunkturellen Entwicklung und zur Entwicklung von Rohmaterialpreisen eintreten und keine sonstigen unerwarteten Ereignisse auftreten, die die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen.
Das geplante Investitionsvolumen für 2015 steigt aufgrund des geplanten Erwerbs des Grundstücks am Düsseldorfer Hauptstandort der SCHMOLZ + BICKENBACH Distributions GmbH und der SCHMOLZ + BICKENBACH Blankstahl GmbH sowie des im Januar 2015 erfolgten Erwerbs einer Schlackedeponie am Standort Siegen der Deutschen Edelstahlwerke auf ein Niveau von rund EUR 150 Mio.
Es zeigt sich, dass das 2013 eingeleitete umfangreiche Ergebnisverbesserungsprogramm erfolgreich voranschreitet. Aufgrund der währungsbedingten Herausforderungen wird SCHMOLZ + BICKENBACH 2015 seine Bemühungen verstärken und das Programm um zusätzliche weitere Massnahmen ausweiten.
SCHMOLZ + BICKENBACH hält an seinen Mittelfristzielen fest: Ab dem Jahr 2016 will das Unternehmen über einen Wirtschaftszyklus ein bereinigtes EBITDA von > EUR 300 Mio. und eine bereinigte EBITDAMarge von > 8% erreichen. Der bereinigte EBITDA Leverage (Verhältnis von Netto- Finanzverbindlichkeiten zu bereinigtem EBITDA) soll nachhaltig auf einen Wert von < 2.5x zurückgeführt werden. kf








