Werkstoffe

Ein feines Pülverchen

ist der Sinter-Werkstoff Stainlesssteel 17-4 von EOS. Der führender Hersteller von Laser-Sinter-Anlagen bietet dieses Metallpulver zum Direkten Metall Laser-Sintern (DMLS) an, und zwar für Industrieanwendungen, die hohe Korrosionsbeständigkeit und gute mechanische Eigenschaften erfordern, wie etwa medizinische Geräte oder Komponenten für den Maschinenbau.

Stainlesssteel 17-4 gilt als industriell akzeptierter Edelstahlwerkstoff. Seine Zusammensetzung entspricht der europäischen Werkstoffnummer 1.4542 (deutsche Kennzeichnung X5 CrNiCuNb 16-4) sowie der US-Stahlklassifikation 17-4. Und das ist gut so. Denn insbesondere für E-Manufacturing-Anwendungen fordern die Lasersinter-Anwender Werkstoffe mit Serieneigenschaften. Das Material ermöglicht die Herstellung von Funktionsteilen, Kleinserien, Unikaten oder Ersatzteile. Der DMLS-Prozess schmilzt das Metallpulver komplett auf. Dadurch entstehen Bauteile mit einer hundertprozentigen Dichte und einer Zugfestigkeit von 1000 MPa. Anlagenbauer EOS hat diesen Werkstoff im Vorfeld mit einem auserwählten Kreis von Pilotkunden getestet. Das Feedback von mittlerweile einem Dutzend Anwendern bestätigt, dass Laser-Sintern sich als flexibles Produktionsverfahren eignet.

Boeing befindet sich unter den ersten Kunden und hat Stainlesssteel 17-4 verwendet, um Lampengehäuse für die Passagierkabine zu produzieren, die sich in Fußhöhe an der Seite der Sitze befinden. Der Konzern erhielt von einer asiatischen Luftfahrtgesellschaft den Auftrag, in kurzer Zeit ein neues Design für 19 Flugzeuge zu implementieren. Für Anwender der Eossint M 270-Anlage ist der neue Werkstoff als Serienprodukt erhältlich. Er ergänzt die Werkstoffpalette, die der Hersteller bereits durch das Material EOS Cobaltchrome MP1 erweiterte. Der nächste Werkstoff, eine Titanlegierung, wird voraussichtlich in diesem Frühjahr vorgestellt. ms

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Metallpulver

Stahl für die additive Fertigung

Die additive Fertigung ist auf dem besten Weg aus der Nische. Möglich machen dies auch neue Werkstoffe. Die Deutschen Edelstahlwerke haben nun zwei Metallpulver für den 3D-Druck auf den Markt gebracht: den bainitischen Spezialstahl Bainidur AM sowie...

mehr...
Anzeige

Gehäuse aus 3D-Druck

Zu hundert Prozent individuell

Bei geringen bis mittleren Stückzahlen, komplexen Geometrien und hohen Anforderungen an die Qualität ist der 3D-Druck durch Laserschmelzen das Fertigungsmittel der Wahl. Kuhn-Stoff arbeitet seit 14 Jahren mit EOS-Anlagen – Schicht für Schicht.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige