Werkstoffe

Neue Pilot-Wärmebehandlungsanlage

Mit seiner geringen Dichte und den guten Festigkeitseigenschaften nimmt Aluminium im Leichtbau eine führende Position ein. Die Möglichkeiten und Vorteile des Werkstoffes Aluminium sind weitreichend bekannt. Dennoch bietet sich in puncto Gewichtsersparnis, thermischer Belastbarkeit und Langlebigkeit noch enormes Potenzial - nicht unbedingt konstruktiv, sondern vielmehr in der Optimierung der mechanischen Eigenschaften durch eine gezielte Wärmebehandlung. Aluheat hat sich dieser Aufgabe gewidmet und eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage gebaut, die derzeit in Europa ihresgleichen sucht.

Sicht vom Chargenkorb zum Kammerofen.

Die Zielsetzung dabei war es, den Kunden zusätzlich zum Know-how der Mitarbeiter ein möglichst realistisches Umfeld für Entwicklungen anbieten zu können. Daraus resultierend wurde eine Pilot-Wärmebehandlungsanlage entwickelt, die aus einem luftumgewälzten Kammerofen, einer Luft-/Wasser-dusche, einem Wasserabschreckbad mit Umwälzung, einer automatischen Beschickungseinrichtung und einer Prozesssteuerung mit entsprechender Dokumentation besteht.

Mit der zum Patent angemeldeten Luftabschreckung unter Zugabe einer regelbaren Wassermenge wurden die Möglichkeiten zur Optimierung mechanischer Kennwerte deutlich erweitert. Damit entstand eine Pilotanlage, die den Wärmebehandlungsprozess in der Praxis realistisch nachbildet und die Kunden in ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit entscheidend unterstützt. Der gesamte Wärmebehandlungsprozess - das Zusammenspiel von Temperatur, Zeit und Abschreckung sowie die Planung des gesamten Ablaufes - wird immer individuell auf das Bauteil des Kunden bezogen und wissenschaftlich dokumentiert.

Die Kunden können somit Versuche fahren, ohne ihre laufenden Prozesse innerbetrieblich zu stören und gewinnen wichtige technologische Vorsprünge. Durch gezielte Versuche und die Kombination aller technischen Möglichkeiten können signifikante Gewichtsreduzierungen pro Bauteil erzielt werden. Einhergehend mit der Einsparung des Gewichts und logischerweise auch des Materials wird der Energieverbrauch eines fertigen Fahrzeugs reduziert, die Langlebigkeit des Bauteils erhöht, seine Belastungsgrenze ausgedehnt und die CO2-Emission reduziert.

"Als Entwicklungspartner möchte die Aluheat GmbH ihren Kunden bereits in der Konstruktionsphase zur Seite stehen und mechanische Kennwerte so definieren, dass sie echte Einsparpotenziale in Form von Gewichts- und Materialreduzierung ermöglichen sowie eine höhere Langlebigkeit des Bauteils erzielen", so Dipl.-Ing. Frank Herkenräder. Aber jede Entwicklung bedarf auch der Reproduzierbarkeit. An diesem Punkt kommt das Leistungsportfolio der BPR-Engineering GmbH zum Tragen. kf

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