Framo Morat

Kunststoff-Bauteile nach Maß

Das breitgefächerte Produktspektrum von F. Morat reicht vom einzelnen Verzahnungs- oder Gehäuseteil über Kunststoff-Metallverbindungen bis hin zu teilmontierten Baugruppen und einsatzfertigen Komplettantrieben. Dabei erhält der Kunde keine standardisierte Massenware; vielmehr werden sämtliche Produkte individuell für die Anwendung entwickelt und gefertigt. SCOPE-ONLINE stellt den Spritzgieß-Spezialisten vor.

Blick ins Innere: Spritzgieß-Produktion bei F. Morat

Die Wurzeln des Unternehmens F. Morat lassen sich bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Es gilt als Pionier der Kunststoff-Spritzgießtechnik. Die Gründung des Stammhauses in der Schwarzwälder Gemeinde Eisenbach durch Johann Morat datiert im Jahr 1863. Franz Morat senior, einer seiner sechs Söhne, gründete schließlich 1912 aus diesem Unternehmen heraus die Franz Morat GmbH. Er fertigte zunächst Manometerzeigerwerke, Zählwerke sowie kleinere Zahnräder und Drehteile für die Uhrenindustrie. Heute ist das inzwischen in Framo Morat GmbH & Co. KG umfirmierte Unternehmen ein international renommierter Anbieter von Zahnradtechnik, Schneckenradsätzen und Antriebstechnik. Es gehört zu den führenden Herstellern anspruchsvoller, kundenspezifischer Spritzgussteile aus Thermoplasten, faserverstärkten Werkstoffen und dem Hochtemperatur-Kunststoff PEEK sowie der Fertigung mit metallischen Einlegeteilen.

Die Automobilindustrie mit ihren Forderungen nach höchster Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, hohen Stückzahlen und geringerem Teilegewicht ist mit über 40 Prozent Umsatzanteil der derzeit bedeutendste Kundenzweig des Unternehmens. Die Komponenten aus Eisenbach sorgen hier beispielsweise für die Luftmengenregulierung im Ansaugtrakt oder beeinflussen in Form von Klappen-Stellantrieben am Kühlergrill den CW-Wert. Eine weitere Spezialität ist die Fertigung komplexer Getriebegehäuse, wie sie heute in vielen Automobilen bei zahlreichen Anwendungsfällen – vom Fensterheber über Wischerantrieb bis hin zu Dachfenster- und Heckklappenantrieben – zum Einsatz kommen.

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Ein schlüssiges Gesamtpaket

Was für einzelne Teile gilt, trifft auch auf die Komplettantriebe zu: Die Suche nach der technisch und wirtschaftlich effizientesten Lösung für den Kunden steht im Fokus. Das Unternehmen F. Morat realisiert einzelne Baugruppen und auch komplett montierte Antriebseinheiten, die endgeprüft und verkaufsfähig verpackt werden. Neben der Fertigung von Einzelteilen aus unterschiedlichen Kunststoffen stehen als hausinterne Verfahren unter anderem das Tamponbedrucken, Ultraschallschweißen, Löten und Kleben inklusive produktspezifischer Zwischen- und Endprüfung zur Verfügung.

Die Komponenten, Baugruppen und Komplettantriebe von F. Morat sind heute in vielen Bereichen des täglichen Lebens anzutreffen: Wenn Heizkörperventile automatisch verstellt und Mobilfunknetze zuverlässig nachgeführt werden; wenn Infusionsgeräte im patientennahen Einsatz ihren Dienst verrichten und Kaffeevollautomaten auf Knopfdruck für genussvolle Momente sorgen. Bei einem Exportanteil von etwa 40 Prozent werden weltweit Kunden der Automobilindustrie, Regel- und Klimatechnik, der Antriebs- und Steuerungstechnik bis hin zur Medizin- und Rehagerätetechnik bedient.

Das Unternehmen versteht sich nicht als reiner Serienfertiger, sondern bietet dem Kunden durch die eigene Konstruktion und Entwicklung, den hauseigenen Werkzeugbau und die Fertigung mit zahlreichen Weiterbearbeitungsmöglichkeiten – bis hin zur Komplettmontage – ein schlüssiges Gesamtpaket. Die Erfahrungen des Entwicklungsteams können bereits in sehr frühen Projektphasen mit dem Ziel der kunststoffgerechten Gestaltung oder der richtigen Werkstoffauswahl zum Kundenvorteil genutzt werden. Da im nächsten Schritt alle entscheidenden Werkzeugbestandteile selbst hergestellt und die Korrekturschleifen und Bemusterungen ebenfalls im Haus durchgeführt werden, ist die Anzahl der produktionslogistischen Schnittstellen minimal.

Wer das Unternehmen besucht, stellt rasch fest: Im Firmengebäude herrscht ein außergewöhnliches Betriebsklima, das sich in einem positiven Miteinander innerhalb der Belegschaft zeigt. Gefördert wird es durch verschiedene Aktivitäten, sowohl sportlicher als auch gesellschaftlicher Art, die wie selbstverständlich zum Arbeitsleben dazu gehören. Das Ergebnis: Alle Auszubildenden bleiben nach der Lehre im Unternehmen und Betriebszugehörigkeiten von 30 oder gar 40 Jahren sind keine Seltenheit. Die Mitarbeiterfluktuation liegt bei unter einem Prozent – eine Traumquote. ms

Radsätze für E-Bikes

Der Kunde der Framo Morat Gruppe darf stets auf seine Anforderung zugeschnittene Lösungen erwarten. Zahlreiche Projekte wurden bereits umgesetzt: Radsätze für E-Bikes, Antriebseinheiten für Treppenlifte und Dosierpumpen.

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