handling award 2020

Kategorie 2 – Platz 1: Aus Vision wird Sehen

Robominds stellt ein flexibel einsetzbares Robotik-Vision-System auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Lösung von Pick-and-Place- sowie Bin-Picking Anwendungen vor und gewinnt damit den ersten Platz in der Kategorie Robotik.

Die Neuronalen Netze des Robotik-Vision-Systems werden mit einer Kombination aus synthetischen und realen Daten trainiert. Dies ergibt eine kontinuierliche Erkennungsverbesserung bei minimalem Aufwand bei der Datenerhebung. © robominds

Robobrain.vision vom Münchener Unternehmen Robominds belegt in der Kategorie Robotik den ersten Platz. Es handelt sich um eine KI-basierte Vision-Plattform, die Robotern einen Sehsinn verleiht. Die Lösung besteht aus einem Hardwarepaket mit Industrie-PC und Kamera und einer Softwarearchitektur zur Ausführung komplexester Bildverarbeitungsalgorithmen. Der Robobrain-Industrie-PC als zentrales Element der Lösung bietet die benötigte Rechenleistung für industrielle Roboteranwendungen. Die robuste und sichere Plattformarchitektur ist durch den modularen Aufbau flexibel einsetzbar. Beispiele hierfür sind die Module robobrain.control zur Steuerung von Robotern und anderen Automatisierungskomponenten oder robobrain.fleet zur Verwaltung der gesamten Roboterflotte. Dadurch ist eine modulare Erweiterung des Systems bis auf die Prozessleitebene möglich.

Für optimale Ergebnisse hinsichtlich Teile-Erkennung werden im Kamerasystem 2D- und 3D-Daten kombiniert. Durch die kompakte Bauform lässt sich die Kamera neben der konventionellen statischen Anbringung auch direkt am Roboterflansch montieren. Ihr geringes Gewicht verringert die mögliche Robotertraglast nur minimal. Die Anbringung am Roboterflansch erhöht die Flexibilität der Anwendung und ermöglicht eine noch tiefere Prozessintegration. Die flexible Erkennungsalgorithmik für optimale Greifpunkterkennung macht Pick-and-Place Applikationen ohne Teach-in möglich. Dabei werden bereits vielfältigste Objekttypen von Blechteilen über Verpackungen bis hin zu Konsumgütern unterstützt. Die Greifpunkterkennung erfolgt unabhängig vom Objekt, was es ermöglicht, neue Bauteile ohne Einlernzeit oder CAD-Modelle zu greifen. So kann das System selbstständig auf kleine Änderungen der Produkte oder der Umgebung reagieren. Für besonders komplexe Fälle ist es außerdem möglich, die Performance des Systems durch Nachlernen von Prozessdaten zu erhöhen.

Anzeige

Der Hersteller hat die Benutzeroberfläche und industriellen Komponenten dieser Roboter-KI auf höchste Anwenderfreundlichkeit ausgelegt. Die Inbetriebnahme des Systems ist ohne spezifische Kenntnisse im Computer-Vision-Bereich über wenige Parameter durchführbar, was die Wartungs- und Inbetriebnahme-Kosten drückt. Die Einstellungen lassen sich direkt im Prozess über eine Weboberfläche flexibel parametrieren und auf den konkreten Anwendungsfall anpassen. Durch den modularen Aufbau der Software sind unterschiedliche Greifer einsetzbar. Mit Hilfe sogenannter „AI-Skills“ sind verschiedene Funktionalitäten integrierbar und für den jeweiligen Prozessschritt ausführbar. Neben Vakuumgreifern werden auch Parallelgreifer mit integrierter Kollisionsvermeidung beim Griff unterstützt. Zudem kann der Anwender Sondergreifer einbinden – etwa für das Handling von Kisten.

Multi-kompatible Schnittstellen, etwa OPC UA, machen den direkten Griff des Roboters zum Objekt möglich – sowohl über die integrierte Lösung des Herstellers als auch über die Robominds-Robotiksteuerung robobrain.control. Durch die Kombination von KI mit modernsten Bildverarbeitungsalgorithmen erfolgt eine Greifpunktberechnung in weniger als 500 Millisekunden. Diese Algorithmen basieren auf einer koordinatenunabhängigen Arbeitsweise, sodass überlagerte und randomisierte Objekte sicher greifbar sind. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

MRK + Cobots

Könnte allein produzieren

Epson arbeitet an einer neuen Robotergeneration für eine weitgehend autonome Produktion. Dafür steht der Doppelarmroboter, der mit Kameras, Kraftsensoren und Beschleunigungsmesser ausgestattet ist. Epson geht bei der Programmierung dieser Maschine...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Autonomer Roboter

Der kann alles allein

Epson stellt den Prototypen einer neuen Robotergeneration vor. Es ist ein Doppelarmroboter mit diversen Sensoren, etwa Kameras, Kraftsensoren und Beschleunigungsmesser. Er ist für eine weitgehend autonome Produktion ausgelegt.

mehr...