Trennen + Verbinden

Einen Hindernislauf

müssen bis zu 4,5 Tonnen schwere, rund 4,5 Meter breite und bis zu 2,5 Meter durchmessende Vliesstoffrollen bei einem Hersteller absolvieren. Denn der etwa 60 Meter lange Weg zwischen der Produktionslinie für die 50 Kilometer lange Polypropylen-Stoffbahn und den Wicklern ist unter anderem durch Säulen sehr eng, es gibt Kurven und Mitarbeiter stehen auch im Weg herum. Klingt ziemlich kniffelig und auch gefährlich, ist es aber nicht. Denn den Transport erledigt automatisch ein fahrerloses Transportsystem von Bader, das sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,4 Meter pro Sekunde induktiv geführt bewegt – rund um die Uhr. Zur Hinderniserkennung hat es an allen vier Fahrzeugseiten Laserscanner, die beim Erkennen eines Hindernisses einen sofortigen Fahrzeughalt auslösen.

Am Ende der Fertigungslinie wird das Vehikel per Hallenkran beladen, der die Rolle in die beiden Primenführungen des Fahrzeuges legt. Sensoren fragen dort den ordnungsgemäßen Beladezustand ab. Anschließend gibt ein Mitarbeiter an einem Bedienpult das Ziel des Transportes ein. Am Übergabeplatz vor dem Wickler wird das Fahrzeug wieder per Hallenkran entladen und zum Ausgangspunkt zurück geschickt, wobei es eine leere Hülse mitnimmt.

Durch die Streckenführung bedingt, kann das Vielwegefahrzeug vor- und rückwärts sowie seitlich fahren und auch 180-Grad-Drehungen ausführen. Denn die Vliesbahn hat auf ihrer Ober- und Unterseite unterschiedliche Oberflächen, was beim Wickeln zu berücksichtigen ist. Durch das Drehen des Fahrzeuges und die seitenrichtige Ablage der Rolle ist dies der Fall. Die durch zwölf Lenkprogramme elektronisch geregelte elektrohydraulische Lenkanlage wirkt wegen der benötigten Wendigkeit auf alle vier Räder. Die Energieversorgung des Gefährts übernimmt eine Nickel-Cadmium-Batterie mit einer Kapazität von 750 Ampérestunden. Sie wird am Startplatz automatisch über Kontakte geladen.rm

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