VDMA Fachverband Schweiß- und Druckgastechnik
Autogentechnik-Hersteller blicken skeptisch in die Zukunft
Die deutschen Hersteller von Autogentechnik blicken skeptisch in Richtung erstes Halbjahr 2015. Während im Inland mit einem leichten Umsatzminus von 0,7 Prozent gerechnet wird, geht man im Auslandsgeschäft von einem Rückgang in Höhe von 1,3 Prozent aus.
Anlass für den kritischen Ausblick gibt neben stagnierenden Produktionszahlen (96 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014) die bisherige Umsatzentwicklung: Von Januar bis Oktober diesen Jahres mussten die Hersteller im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Inland ein Minus von 3,5 Prozent hinnehmen, im Auslands-bereich sanken die Umsätze gar um 9,1 Prozent.
Zwar konnten insbesondere im südeuropäischen und asiatischen Raum teils deutliche Zuwächse im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zu 2013 erzielt werden. Das EU-Embargo sowie die Abwertung des Rubels sorgten jedoch für den Verlust zahlreicher Aufträge und sinkende Autogentechnik-Exporte nach Russland.
Hier mussten die Hersteller von Januar bis August 2014 einen Rückgang von 39,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Angesichts der unverändert andauernden Ukraine-Krise sowie möglicher weiterer Sanktionsstufen der Europäischen Union rechnen die Hersteller derzeit nicht mit einer mittelfristigen Entspannung der Lage.
Darüber hinaus sehen sich die Unternehmen erstmals seit 2012 mit steigenden Kupferpreisen konfrontiert. Zwar sanken die Zahlen von Januar bis Oktober 2014 um 7,3 Prozent im Vergleich zu 2013. Seit April 2014 notierte man jedoch einen kontinuierlich zunehmenden Preis, der im Oktober 2014 um 1,2 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats lag.
Der VDMA Fachverband Schweiß- und Druckgastechnik zählt 28 Mitgliedsunternehmen, die Autogentechnik (Handschneidbrenner, Druckminderer, Apparate und Geräte zum Löten, Schweißen, Brennschneiden und Oberflächenhärten) sowie Gaseversorgungs-anlagen und Sicherheitstechnik herstellen. kf








