Automatisierungslösungen

Pilz steigert Umsatz und Mitarbeiterzahl

Der Ostfildener Automatisierungsspezialist Pilz konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 288 Mio. Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 6 Prozent auf 2.030. Ein neuer Rekord, der weiter ausgebaut werden soll.

Pilz entwickelt Automatisierungslösungen für die digitale Fabrik. Diese kommen auch in der eigenen, vernetzten Fertigung am Stammsitz in Ostfildern zum Einsatz.

Mit einer F&E-Quote von 19,8 Prozent bezogen auf den Umsatz in 2015 unterstreicht Pilz seinen Anspruch als eines der innovativsten Unternehmen der Automatisierungstechnik.

Die Geschäftsführung des Familienunternehmens Pilz (v.l.n.r.): Susanne Kunschert (geschäftsführende Gesellschafterin), Renate Pilz (Vorsitzende der Geschäftsführung) und Thomas Pilz (geschäftsführender Gesellschafter).

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir die für 2015 gesteckten Ziele erreicht haben. Pilz ist ein gesundes Unternehmen, das aus eigener Kraft in allen Bereichen und in allen Regionen wächst“, fasst Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Pilz GmbH & Co.KG zusammen. „Auch für 2016 haben wir anspruchsvolle Ziele und daher freuen wir uns, dass wir gut in das Geschäftsjahr 2016 gestartet sind“, blickt sie voraus.

Pilz will weitere Arbeitsplätze schaffen

Das Familienunternehmen beschäftigte 2015 erstmals über 2.000 Mitarbeiter: Am 31.12. 2015 zählte Pilz weltweit 2.030 Mitarbeiter. Am Stammsitz in Ostfildern beschäftigte der Automatisierer Ende 2015 972 Menschen, darunter 35 Auszubildende. Pilz will 2016 weitere Arbeitsplätze schaffen. Unter anderem stellt Pilz im laufenden Jahr 12 Ausbildungsplätze für gewerbliche Berufe sowie Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zur Verfügung.

Weltweit für die Kunden aktiv

Wesentlicher Erfolgsfaktor ist und bleibt die internationale Ausrichtung des Herstellers von Automatisierungslösungen. 2015 erwirtschaftete Pilz mehr als 70 Prozent des Umsatzes außerhalb von Deutschland: Der Exportanteil stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 70,9 Prozent. Pilz ist damit Partner des international ausgerichteten Maschinenbaus und von weltweit produzierenden Unternehmen. „Wir sind weltweit für unsere Kunden da! Über unsere Tochtergesellschaften können wir nicht nur mit Produkten, sondern auch mit unserem umfangreichen Know-how unterstützen. Unsere Kunden schätzen das“, erklärt Renate Pilz.

Rund 74 Prozent des Umsatzes erzielte Pilz 2015 in Europa, rund 15 Prozent in Asien und knapp 10 Prozent in Amerika. Das größte Wachstum erzielte das Unternehmen in Asien, allen voran in Korea, Japan und China. Durch die Gründung von weiteren Tochtergesellschaften im ASEAN-Raum wird Pilz 2016 die bestehenden Geschäftsbeziehungen in Südostasien erweitern und ist künftig in der Lage, seine Kunden dort umfassend mit Komponenten, Systemen und Dienstleistungen direkt zu bedienen. Die Zahl der Vertriebsgesellschaften steigt damit auf 40.

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Produktportfolio sichert nachhaltigen Erfolg

Das Portfolio von Pilz umfasst Produkte aus den Bereichen Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik sowie die entsprechenden Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen. Pilz ist Lösungsanbieter der Automation, wobei die Sicherheit Kernkompetenz und Bestandteil jeder Lösung ist: Mit seinem PNOZ hatte Pilz 1987 das weltweit erste Sicherheitsschaltgerät auf den Markt gebracht und ist bis heute Weltmarktführer in diesem Produktsegment. 2015 verkaufte der „Botschafter der Sicherheit“ erstmals über eine Million dieser Geräte, die über die Sicherheit an Maschinen wachen und im Gefahrenfall beispielsweise einen sicheren Stopp von Maschinen gewährleisten.

2015 blieb der Produktbereich Steuerungstechnik mit Antriebstechnik absolut gesehen der wichtigste Umsatzträger (65 Prozent) bei Pilz, doch schon heute tragen die Bereiche Sensorik (14 Prozent) und Dienstleistungen (12 Prozent) jeweils im zweistelligen Bereich ihren Anteil zum Umsatz bei. „Unser Produktportfolio ist eine gesunde Mischung von am Markt etablierten Produkten, die von Kunden stark nachgefragt werden sowie neuen, zukunftsträchtigen Produkten, die einen Technologiefortschritt bedeuten“, erklärt Renate Pilz.

Als unabhängiger, auf Innovationen ausgerichteter Mittelständler investiert Pilz seit Jahren kontinuierlich rund ein Fünftel seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. 2015 betrug die F&E-Quote 19,8 Prozent. 

Industrie 4.0: Neue Herausforderungen für die Sicherheit

Intensiv entwickelt Pilz Automatisierungslösungen für die vernetzte und intelligente Produktion. Durch die Mitarbeit in Gremien und Forschungskooperationen wie Smart Factory KL oder Arena 2036 will Pilz auch künftig Standards setzen. Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen dabei auf den Themenbereich Safety und Security. „Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 ist fest in unserem Unternehmen und seiner Strategie verankert“, macht Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co.KG, den Trend zu Industrie 4.0 deutlich.

Mit seinen Produkten, allen voran dem Automatisierungssystem PSS 4000, wird Pilz bereits heute den Anforderungen der Industrie der Zukunft gerecht: Auf der Hannover Messe präsentiert das Unternehmen den Besuchern eine Industrie-4.0-Produktionslinie. Komplett automatisiert mit Sensoren, Steuerungen und Antrieben von Pilz veranschaulicht die modular aufgebaute Modellanlage, wie sich dank verteilter Intelligenz, Steuerungsaufgaben effizient und anwenderfreundlich lösen lassen. kf

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