Steuerungstechnik
Haarfeine Spezialkabel für den Subminiaturbereich
Mikrokabel sind Leitungen, bei denen man genau hinschauen muss. Um ihr filigranes Innenleben zu erkunden, wird meist ein Mikroskop benötigt. Der Spezialkabelhersteller Ernst & Engbrink verarbeitete metallische Rundleiter bis runter zu AWG50. Bei diesen „echten Minis“ beträgt der Leiterdurchmesser gerade mal 25µm – ein menschliches Haar liegt bei 50µm. Groß ist die Nachfrage nach immer kleineren Kabeln nicht nur in der Medizintechnik, wo haarfeine Kabel schon seit längerem ganz oben im Pflichtenheft stehen. Auf dem Vormarsch sind sie auch in der Automatisierungstechnik. Ungebrochen hält hier der Trend zur Miniaturisierung von Bauteilen und Anschlusstechnik an.
Auch bei bewegten Einsätzen können schlanke Kabel ihre Stärke voll ausspielen: Je kleiner sie ausfallen, umso besser können sie extremen Bewegungsstress wegstecken. Machbar sind maßgeschneiderte Kabelsysteme für schnelle Bestückungsautomaten, bei denen filigrane Leiterkomponenten für mehrere hundert Millionen Biegezyklen sorgen. Aber auch auf engstem Raum lassen sich mit der Mikrotechnik entsprechende Kabel bauen. Von Adern zur Spannungsversorgung über schnelle Datenleiter und EMV-Schirme bis zum optimalen Außenmantel für den Schutz vor widrigen Umwelteinflüssen. Uneingeschränkt können Subminiaturkabel auch im Kleinspannungsbereich bis circa 24 Volt genutzt werden. Die maximale Stromstärke richtet sich nach der exakten Leitergröße und dem Kabelaufbau. Problemlos ist auch die Datenübertragung – allerdings lassen sich wegen der hohen Dämpfung mit Minileitungen keine großen Reichweiten erzielen. Optimal sind sie daher bei Einsatzlängen unter fünf Metern. st









