Steuerungstechnik

Absolut prozesssicher

Die Robotermontage von PKW-Hinterachsen unterschiedlicher Modelle erfolgt im Daimler-Werk Mettingen bedarfsorientiert. Um den Variantenmix mit einer Taktzeit von nur 60 Sekunden effizient umsetzen zu können, werden Barcodeleser mit integrierter Profibus-Anbindung eingesetzt. Und das mit großem Erfolg im Dreischichtbetrieb über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die mit einem Barcode gekennzeichneten PKW-Hinterachsen durchlaufen in einem Variantenmix die automatisierte Montagelinie. An jeder Station wird der Produkttyp von einem Barcodeleser ausgelesen und damit die erforderlichen Arbeitsschritte entsprechend den jeweiligen Auftragsdaten initiiert.

In einer Montagelinie im Daimler-Werk Mettingen montieren 41 Roboter und 23 Werker Hand in Hand unterschiedliche Hinterachsen. Sowohl für die C-Klassen, als auch für die neuen GLK-Modelle. Eine Barcode-Kennzeichnung, die auf den Hinterachsenträgern angebracht wird, ermöglicht die bedarfsorientierte Fertigung in verschiedenen Varianten. An jeder Station erkennt ein Barcodeleser BCL34 von Leuze Electronic den Produkttyp, damit die erforderlichen Arbeitsschritte exakt entsprechend den jeweiligen Auftragsdaten ausgeführt werden können.

Damit nimmt die Barcode-Kennzeichnung eine Schlüsselfunktion in der Steuerung der automatisierten Hinterachsmontage ein; wobei die Prozesssicherheit der Barcodeleser entscheidend für die Effizienz der Anlage ist. In der bei Daimler bereits 2006 installierten Anlage hat man sich auf Grund der hohen Leseleistung, der robusten Ausführung (IP65) und der Möglichkeit der Einbindung über Profibus für die Hochgeschwindigkeits-Scanner BCL34 von Leuze entschieden.

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Dieser Typ ist mit bestimmten, so genannten Steckerhauben als Profibusgerät vorgesehen. Die Funktionalität wird dabei über Parametersätze definiert, die in Modulen zusammengefasst sind und die eine Anpassung an eine Vielzahl von Leseaufgaben ermöglicht. Auch die Scanrate ist flexibel und variiert je nach Optikvariante zwischen 800 und 1000 Scans/sec. Die Geräte sind mit einem Metallgehäuse ausgestattet und erlauben aufgrund der Schwalbenschwanznuten optimale Befestigungsmöglichkeiten. Positiv sind auch die geringen Geräteabmessungen und die kurze Lesedistanz, was bei beengten Platzverhältnissen sehr hilfreich ist. Die Serviceschnittstelle ist eine RS232 mit festem Datenformat.

Barcodeleser mit Profibus-Anbindung und M12

Der entscheidende Vorteil des Barcodelesers BCL34 ist, dass er weltweit als erster eine Profibus-Anbindung mit M12 Stecker bietet. Das ermöglicht eine extrem schnelle Datenkommunikation mit der Maschinensteuerung. Mit der maximalen Übertragungsrate dieses Busses von 12 Mbit/s sorgt der direkte Datenstrom zwischen Barcodeleser und Profibus-Master, dass die außergewöhnlich hohe Leseleistung der Scanner auch voll nutzbar ist. Denn diese Barcodeleser verbinden höchste Lesegeschwindigkeit mit einer verzögerungsfreien Datenkommunikation. Außerdem sind die Geräte mit der Profibus-Anbindung einfach zu integrieren. Sie werden nur ein einziges Mal parametriert – bei der Projektierung – wobei der Programmierer mit dem ihm bereits bekannten Softwaretool des Profibus DP Masters arbeitet. Bis zu 120 Parameter sind in 40 Module gegliedert. Das ergibt eine optimale Nutzung des Speicherplatzes und die maximale Datenlänge wird nicht überschritten. Je nach Anlagenspezifikation werden lediglich die hierfür benötigten Module in das Projekt aufgenommen. Danach überträgt das DP-Telegramm diese Einstellungen automatisch bei jedem Systemstart zu den Barcodelesern. Mit über 500.000 montierten Hinterachsen im Variantenmix haben die Barcodeleser BCL 34 von Leuze Electronic in den letzten drei Jahren ihre Zuverlässigkeit eindrucksvoll demonstriert. Dr. Peter Stipp

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