Software
Leitfaden für die PLM-Beratung
PLM-Lösungen (Product-Lifecycle-Management) dienen im Unternehmen dazu, sämtliche Daten zu verwalten, die bei der Entwicklung, Produktion, Lagerhaltung und dem Vertrieb eines Produktes anfallen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine PLM-Lösung kein fertiges Produkt sein kann, sondern auf der Grundlage einer firmenspezifischen Strategie entsteht, die dann mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen umgesetzt wird. Eine methodische Vorgehensweise hierfür beschreibt der vom VDMA im Herbst 2008 herausgebrachte »Leitfaden zur Erstellung eines unternehmensspezifischen PLM-Konzeptes«. Er gliedert den Gesamtprozess in die Hauptphasen der Produktentstehung und zeigt, wie diese Phasen von der Produktplanung bis hin zur Demontage und Entsorgung mittels tabellarischer Prozessstammblätter erfasst werden können. Zusätzlich werden »Prozesse, Methoden und Werkzeuge« (PMW) vorgestellt, die in den jeweiligen Phasen zum Einsatz kommen. Diese sind über die so genannten PMW-Steckbriefe beschrieben und über ein fünfstufiges Bewertungsschema messbar dargestellt. Aufgelistet werden die typischen PDM-Steckbriefe wie das »Änderungsmanagement«, die »CAx-Integration« und die »ERP-Kopplungen«.
Dieses Verfahren besitzt eine äußerst strukturierte Form und ermöglicht eine prozesstechnische Bewertung des gesamten Produktlebenszyklus. Dabei muss jedes Unternehmen seine Anforderungen und seinen Bedarf individuell für sich bestimmen. Das vorgestellte Verfahren ist hierfür als zuverlässiges Werkzeug anzusehen. Jedoch besitzt es durch seine Kompaktheit eine gewisse Komplexität und erfordert einen sachkundigen Anwender oder Berater, der mit den einzelnen Prozessbeteiligten die jeweiligen Analyse- und Bewertungsschritte vornimmt. Als Ergebnis ist dann ein transparentes und konsistentes Beschreibungssystem erhältlich, das zusätzlich Bewertungs- und Messkriterien für die unternehmensspezifische PLM-Strategie enthält. -fr-
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