Grenzschalter
Soliphant sucht Salz
Bei großem Wasserverbrauch kann die Wasserenthärtung nicht mehr über einen maschinenintegrierten Enthärter bewältigt werden, sondern wird zentral über eine Enthärtungsanlage konditioniert. Die Wasser-enthärtung funktioniert durch die exakte Dosierung von Wasser quasi aus dem Hahn und grobkörnigem Salz zur Bildung von gesättigter Salzsole. Das Unternehmen WAT – Membratec setzt bei der Automatisierung der Enthärtungsanlage am Klinikum Aschaffenburg auf den Grenzschalter Soliphant M FTM50 von Endress+Hauser.
Das Wasser, das von den Wasserwerken vor Ort bereitgestellt wird, hat einen unterschiedlichen Gehalt an löslichen Inhaltsstoffen. Je nach Verwendungszweck muss daher das Wasser konditioniert werden. Für die Aufbereitung chirurgischer Instrumente in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten wird enthärtetes Wasser benötigt. Ziel der Konditionierung ist die Vermeidung von Korrosion an Instrumenten und die Vermeidung von Ablagerungen wie Kalk auf dem Spülgut.
Sichere Wasserenthärtung
Die Wasserenthärtungsanlage am Klinikum Aschaffenburg nutzt einen Salzlösebehälter mit einem Volumen von 40 m³. Die Befüllung erfolgt mit 20 t Kochsalzgranulat aus einem Silofahrzeug sowie mit einer Füllung von Wasser zu ca. 50 % zur Bildung gesättigter Salzsole. Salzgranulat, das in der gesättigten Salzsole nicht gelöst wird, setzt sich am Behälterboden als Sediment ab. Durch den Abzug von Sole und das Nachspeisen von Wasser wird Salz gelöst und die Feststoffmenge im Behälter verringert sich. Für die Nachdosierung des Kochsalzgranulats wird die Sedimenterkennung des Soliphant M FTM50 genutzt, also die Erkennung von Feststoffen unter Wasser. Somit dient der Soliphant nicht, wie üblich, als Grenzschalter für Schüttgüter, sondern detektiert den Bodensatz (Sediment) in Flüssigkeiten. Wasser, wasserähnliche Flüssigkeiten oder darin schwimmende Substanzen beeinflussen die Detektion nicht.

Endress+Hauser Italien weiht neues Gebäude ein
Endress+Hauser Italien hat rund 14 Millionen Euro in ein neues, zukunftsweisendes Gebäude investiert. Der Schritt unterstreicht die Bedeutung des italienischen Markts für den Mess- und Automatisierungstechnik-Spezialisten.
In der Enthärtungsanlage im Klinikum Aschaffenburg detektiert der Grenzschalter, ob er mit festem Salz oder mit Sole bedeckt ist. Falls der Grenzschalter nur mit Sole bedeckt ist, wird eine Nachbestellmenge an Kochsalzgranulat ausgelöst, um so wieder das richtige Mischverhältnis von Wasser und Kochsalzgranulat zu erreichen. Ist der Grenzschalter mit einer Sedimentschicht bedeckt, gibt der Sensor eine Meldung aus und die Nachdosierung an Salzgranulat wird gestoppt.
Die Vorteile des Grenzschalters in Bezug auf diese Anwendung sprechen für sich. Sein Einsatz in der Enthärtungsanlage am Klinikum Aschaffenburg garantiert für den Betreiber eine hohe Sicherheit und auch eine hohe Verfügbarkeit. Die hohe Sicherheit wird durch die integrierte Diagnosefunktion erreicht, welche eine Warnung bei bevorstehendem Geräteausfall ausgibt. Solch ein Geräteausfall ist dann zu erwarten, wenn durch Abrasion die Schwinggabel des Grenzschalters angegriffen wird. Ebenso wird mit der Diagnosefunktion erkannt, ob zunehmender Ansatz an der Gabel zu einer Fehlschaltung am Gerät führen könnte, dadurch, dass nicht mehr eindeutig zwischen den Zuständen bedeckt und unbedeckt unterschieden werden kann.
In der Nähe der Enthärtungsanlage ist die Raumhöhe sehr gering und es herrschen sehr beengte Verhältnisse. Hier ist der Soliphant M FTM50 als verschleiß- und wartungsfreier Grenzschalter für den Einsatz ideal. Die Anzeige von Abrasion und Ansatzbildung ermög-licht somit eine Diagnose vor Ort, ohne das Gerät ausbauen zu müssen.
Darüber hinaus hat das Messprinzip Vibronik im Schüttgutbereich den Vorzug, dass kein Verschleiß an den einzelnen Gerätekomponenten zu erwarten ist, da der Grenzschalter keine mechanisch bewegten Teile hat. Dies hat den großen Vorteil, dass keinerlei aufwändige Wartung und Instandhaltung des Grenzschalters notwendig ist und er eine überdurchschnittlich hohe Lebensdauer aufweist. Weitere Vorteile liegen in der Unempfindlichkeit gegen externe Vibration, was einen Einbau in rauer Umgebung ermöglicht. Das Unternehmen WAT – Membratec, das die Enthärtungsanlage im Klinikum Aschaffenburg realisiert hat, ist ein halbes Jahr nach Einbau des Soliphanten von dessen Eignung überzeugt. „Seit heute haben wir die Gewissheit, dass der Soliphant die Grenzstanderfassung von grobkörnigem Salz in Wasser wirklich sauber detektiert“, heißt es vom Anwender. ee










