Sensoren
Portfolio für hygienische Prozesse
Sensorik für Reinraumanwendungen. Bei Reinraumanwendungen werden die Anlagenbetreiber mit steigenden Herausforderungen konfrontiert. Neben den strengen regulatorischen Vorschriften und hohen Qualitätsansprüchen spielen die steigende Digitalisierung, die geforderte Produktivität sowie die Reduzierung von Betriebskosten über den kompletten Lebenszyklus eine zunehmend größere Rolle. Endress+Hauser hat diverse Produkte für hygienische und sterile Applikationen in den Markt eingeführt.
Mit dem pH-Sensor Memosens CPS171D, dem Sauerstoffsensor Memosens COS81D und dem Leitfähigkeitssensor Memosens CLS82D stehen für die wichtigsten, kritischen Messparameter Sensoren zur Verfügung, die präzise und stabile Messwerte liefern und den aktuellen hygienischen und regulatorischen Anforderungen entsprechen. Sämtliche Sensoren basieren auf der digitalen Memosens-Technologie. Dabei wird der Messwert bereits im Sensor digitalisiert und kontaktlos über Induktion an den Messumformer übertragen. Feuchtigkeit und Korrosion, die den Messwert verfälschen oder zum Ausfall der Messstelle führen könnten, haben keine Chance. Daraus resultiert maximale Sicherheit in der Datenübertragung.
Gespeicherte Daten dienen der Prozessoptimierung
Die digitalen Sensoren mit Memosens-Technologie speichern Kalibrier-, Sensor- und Prozessdaten. Dadurch lassen sie sich mit der Software Memobase Plus unter optimalen Bedingungen im Labor kalibrieren und regenerieren. Das erhöht die Lebensdauer der Sensoren und vereinfacht Inbetriebnahme und Wartung. Der Austausch vorkalibrierter Sensoren im Feld gelingt dank Bajonettverschluss und automatischer Sensorerkennung binnen kürzester Zeit. Die gespeicherten Daten lassen sich für vorausschauende Wartung und zur Prozessoptimierung nutzen.
Alle Sensoren sind kompakt gebaut und im Zwölf-Millimeter-Design mit PG-Verschraubung erhältlich. Sie eignen sich sowohl für Labormessungen als auch für Technikums- und Produktionsanlagen. Durch den Einsatz der gleichen Technologie werden einheitliche Messergebnisse erzielt, was eine schnellere Übertragbarkeit vom Laborverfahren auf die großtechnische Produktionsanlage sowie eine optimierte Prozesssteuerung ermöglicht. Die Sensoren sind zum Beispiel in Benchtop-Fermentern entweder direkt einsetzbar oder mit Hilfe von statischen oder Wechselarmaturen in Tanks und Rohrleitungen einbaufähig.
Sauerstoffsensor Memosens COS81D
Die Hauptanwendungen der Sauerstoffmessungen lassen sich in zwei Kategorien unterscheiden: die Messung der Abwesenheit von Sauerstoff aus Sicherheitsaspekten und zum Schutz von Zwischen- und Endprodukten sowie die Messung der Konzentration des Sauerstoffs zur optimalen Prozessüberwachung und -steuerung. Die Produktqualität und Ausbeute zum Beispiel bei Zellkultivierungen und Fermentationsprozessen wird neben dem pH-Wert maßgeblich durch die Sauerstoffkonzentration bestimmt. Der Sauerstoffsensor Memosens COS81D basiert auf der optischen Fluoreszenzmethode und liefert präzise und stabile Messwerte selbst bei härtesten Prozessbedingungen bis 140 Grad Celsius.
Die Eignung für hygienische und pharmazeutische Anwendungen aller medienberührenden Materialien und des Sensordesigns wurde durch umfangreiche Tests nachgewiesen; alle notwendigen Konformitätserklärungen und Zertifikate seien erhältlich, etwa EHEDG, FDA und USP. Ein weiterer Vorteil des Memosens COS81D ist die einfache Kalibrierung; sie kann mithilfe des vollständig sauerstofffreien, gebrauchsfertigen Nullpunktgels COY8 im Feld erfolgen oder unter optimalen Bedingungen im Labor mit Memobase Plus durchgeführt werden. Beides erhöht die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der gesamten Messstelle und ermöglicht ein optimales Sensormanagement.
Leitfähigkeitssensor Memosens CLS82D
Die elektrische Leitfähigkeit ist der am häufigsten eingesetzte Parameter bei der Herstellung von Lebensmitteln und Arzneimitteln. Sie muss in einem weiten Bereich gemessen werden, von niedrigsten Werten bei der Überwachung der Wassergüte oder bei Spülvorgängen mit Reinstwasser bis hin zu mittleren bis hohen Werten bei Konzentrationsmessungen und Phasentrennungen im Prozess. Der neue Vier-Elektroden-Leitfähigkeitssensor Memosens CLS82D ist hierfür geeignet. Sensoren mit vier Elektroden kompensieren Polarisationseffekte, die bei hohen Leitfähigkeitswerten auftreten und zu verfälschten Messergebnissen führen. Die Kompensation sorgt für konstant zuverlässige Werte über den gesamten Messbereich.
Die Besonderheit des Memosens-Sensors ist sein Sensorelement aus Keramik mit Platinelektroden. Der Vorteil dieser Materialkombination ist, dass Keramik und Platin ein sehr ähnliches Verhalten bei Temperaturveränderungen aufweisen und sich dadurch gleichmäßig ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen. So entstehen niemals Spalten – Keime oder Wasser können nicht eindringen. Das Sensordesign garantiere eine gute Reinigbarkeit und sogar aseptische Hygiene, meldet der Hersteller. pb










