Messtechnik-Messe spürte Bahnstreik

Sensor+Test mit weniger Besuchern zu Ende gegangen

Überschattet vom zweitägigen Streik der GDL-Lokführer ist am Donnerstag die 22. Messtechnik-Messe Sensor+Test in Nürnberg zu Ende gegangen. Nachdem am ersten (streikfreien) Messetag noch ein deutliches Besucherplus von ca. 15 % zu verzeichnen war, mussten Aussteller und Veranstalter am zweiten und dritten Tag doch einen spürbaren Rückgang hinnehmen.

Gute Stimmung trotz Bahnstreik: Weniger Besucher, die dafür umso ausgiebiger die Möglichkeit hatten, sich an den Ständen der 548 Aussteller sowie in zahlreichen Fachforen umfassend über den neuesten Stand in der Sensorik, Mess- und Prüftechnik zu informieren.

Dazu Holger Bödeker, Geschäftsführer der veranstaltenden AMA Service GmbH: „Wir haben insgesamt etwa 10 % weniger Besucher registriert als im Durchschnitt der Vorjahre.“ Insgesamt kamen 7.200 Besucher.

Die anwesenden Fachbesucher aus dem In- und Ausland nutzten dafür umso ausgiebiger die Möglichkeit, sich an den Ständen der 548 Aussteller sowie in zahlreichen Fachforen umfassend über den neuesten Stand in der Sensorik, Mess- und Prüftechnik zu informieren. Auch die begleitenden wissenschaftlichen AMA-Kongresse SENSOR und IRS² waren gut besucht. Daneben stießen die Fachvorträge der Aussteller in den offenen Messeforen – u.a. zum diesjährigen Sonderthema "Umweltmesstechnik" – auf das besondere Interesse der Besucher.

Der mit 10.000 Euro dotierte AMA Innovationspreis 2015 wurde am Eröffnungstag an ein junges Entwicklerteam der Crystalline Mirror Solutions GmbH aus Wien für deren innovative Entwicklung zum Thema „Ultragenaue Frequenzmessung mit kristallinen Halbleiterspiegeln“ verliehen. Dasselbe Team hatte zuvor auch schon den Sonderpreis für „Junge Unternehmen“ gewonnen und war dafür mit einem kostenfreien Messestand auf der Sensor+Test belohnt worden.

Anzeige

Die Stimmungslage unter den Ausstellern fasst Wolfgang Wiedemann, geschäftsführender Gesellschafter der Sensor-Technik Wiedemann GmbH und scheidender Vorsitzender des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik e.V., wie folgt zusammen: „Der Besucherrückgang war in den Hallen und Gängen natürlich spürbar. Speziell an unserem Stand hatten wir aber sogar mehr qualifizierte Kontakte als im Vorjahr. Die Aussteller und die Mitglieder unseres Verbandes sind allerdings besorgt, dass die traditionell gute Kultur des Miteinanders von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Deutschland durch die wachsende Zahl und Dauer von Arbeitskämpfen zunehmend in Gefahr gerät.“ Wiedemann fügt halb scherzhaft hinzu: „Die weltweit führenden deutschen Anbieter von Sensorik, Mess- und Prüftechnik stehen aber anderseits auch gerne bereit, um mit ihren innovativen Lösungen zur weiteren Automatisierung des Bahnbetriebs beizutragen.“

Gute Aussichten und Entwicklungspotentiale für die Zukunft

Im nächsten Jahr steht für die Sensor+Test der von Ausstellern und Veranstalter seit langem angestrebte Umzug in die Hallen 1, 2 und 5 des Nürnberger Messegeländes bevor. Christoph Kleye, Geschäftsführer der IS-LINE GmbH und Vorsitzender des Ausstellerbeirats freut sich bereits darauf: „Das erweiterte Platzangebot schafft Raum für neue Themen, Aussteller- und Besucher-Zielgruppen, z.B. im Bereich der Wireless-Technologien, und damit Potential für ein zukünftiges Wachstum der Messe. Außerdem versprechen wir uns durch die neue Zugangssituation über die Messeeingänge Mitte und Ost eine bessere und gleichmäßigere Verteilung der Besucher in den Hallen.“

Die nächste Sensor+Test wird vom 10. bis 12. Mai 2016 wiederum im Messezentrum Nürnberg stattfinden, dann begleitet von der 18. GMA/ITG-Fachtagung Sensoren und Messsysteme und der 36. European Telemetry and Test Conference. Für 2016 haben der AMA Verband und der Ausstellerbeirat die „Messtechnik in der Cloud“ als Sonderthema ausgewählt.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Gateways

Edge und Cloud gleichermaßen möglich

Die Gateways von IoTmaxx sind flexible Alleskönner für Industrie-4.0-Applikationen, um Maschinendaten zuverlässig in die Cloud zu übertragen oder um Edge-Computing-Lösungen für die Datenverarbeitung vor Ort zu realisieren.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Firmenjubiläum

Eplan feiert 40 Jahre

Im Jahr 1984 wurde das Elektro-Engineering aus der Taufe gehoben. Die Software, die den Namen Eplan trägt, veränderte die Arbeitswelt von technischen Zeichnern. Diese 40 Jahre wurden jetzt mit einer Jubiläumsveranstaltung im Nationalen Automuseum –...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren