Drucktransmitter
Sicher messen in Ex-Bereichen
Messen in explosionsgefährdeten Bereichen ist eine heikle Sache. Die Messgenauigkeit muss gewährleistet und Fehlerquellen ausgeschlossen sein. Spezialist Keller hat nun Drucktransmitter genau für den Einsatz unter schwierigen Bedingungen vorgestellt.
Ein komplettes Programm an ex-geschützten Drucktransmittern hat jetzt die Keller AG für Druckmesstechnik vorgestellt. Die eigensicheren Transmitter mit Messbereichen zwischen 0,2 bar und 1000 bar sind für Messungen aller Art in explosionsgefährdeten Bereichen der Gruppe II (Gas) und der entsprechenden ATEX-Richtlinie einsetzbar. Einzelne Typen aus dem Lieferprogramm sind auch für die Gruppe I (Bergbau) und Gruppe II (Staub) zugelassen.
Allen Drucktransmittern der Y-Linie gemeinsam ist ein sehr geringer Temperaturfehler und eine entsprechend hohe Messgenauigkeit. Der integrierte Temperatursensor und eine digitale Zusatzschaltung erlauben die Aufteilung der Spanne der vorgesehenen Betriebstemperatur in bis zu 120 Abschnitte von 1,5 Kelvin Breite. Nach einem mathematischen Modell lassen sich im Zuge der Werkskalibrierung die Kompensationswerte für TK Nullpunkt und TK Verstärkung für jeden dieser Abschnitte einzeln berechnen und im Transmitter speichern. Im laufenden Betrieb lassen sich diese Werte je nach Temperatur in den analogen Signalpfad einspeisen, ohne bei der Signalverarbeitung die Dynamik von 2 kHz zu reduzieren. Über den typischen Temperaturbereich von -10 °C bis +80 °C kann so ein messtechnisch relevantes Gesamtfehlerband von ±0,8 %FS erreicht werden. Die Drucktransmitter der X-Linie (Serie 30) verfügen zudem über eine Mikrocontroller-basierte Auswerteelektronik für höchste Genauigkeit. Jeder Transmitter lässt sich über den gesamten Druck- und Temperaturbereich ausmessen. Aus diesen Messdaten berechnet man ein mathematisches Modell, womit sich sämtliche reproduzierbaren Fehler korrigieren lassen. Damit kann Keller die hohe Genauigkeit als Fehlerband innerhalb des gesamten kompensierten Druck- und Temperaturbereiches garantieren. Für die Industrie-Transmitter stehen wahlweise zwei kompensierte Temperaturbereiche zur Verfügung: -10…80 °C und 10…40 °C. Die Pegelsonden werden nur im Temperaturbereich 0…50 °C ausgemessen. Das Fehlerband zwischen 10...40 °C beträgt am digitalen Ausgang maximal ±0,05% des Vollbereichs.
Unterschiedliche Bauformen, elektrische Signale und mechanische Anschlussformate garantieren die Einsatzfähigkeit der Drucktransmitter in einer großen Bandbreite von Applikationen. Anwender können sowohl zwischen industrietypischen Messsignalen in 3-Leiter-Technik (0…5V / 0 ... 10 V), 2-Leiter-Technik (4…20 mA), als auch bei den hochpräzisen Drucktransmitter und Tauchsonden der Serie 30 mit einer zusätzlichen RS485 Schnittstelle neben dem Analogausgang wählen. jg








