Automatisierte Bearbeitung von Kunststoffteilen
Interieurteile aus der Zelle
Nifco KTW stellt Kunststoffbauteile her, die, veredelt mit High-End-Oberflächen, bei Automobilherstellern und Zulieferern im Serieneinsatz sind. Für ein neues Produkt im Bereich Automotive-Interieur hat Toolcraft eine Roboterzelle gebaut, soll hochwertige Interieurteile im Sichtbereich von Fahrzeugen bearbeitet.
Die im 3K-Spritzgussverfahren hergestellten und zusätzlich mit rund 20 Prozent Glasfaser gefüllten Kunststoffbauteile sollen mittels Roboter bearbeitet werden. Dabei haben sie eine Größe von 200 bis 1.000 Millimeter. Der Roboter muss bei der Bearbeitung eine Genauigkeit von plus/minus 0,1 Millimeter erreichen. Weitere Anforderungen an den Bau der Roboterzelle waren die Integration der Werkzeugverwaltung und des Werkzeugwechslers. Dieser bildet zusammen mit dem Roboter, ein Stäubli RX 160, eine Einheit. Zwei Drehtische, die um 180 Grad versetzt angeordnet sind, verleihen der Zelle Flexibilität. Eine komplette Umhausung gibt ihr dabei die nötige Sicherheit und ihr Design. Das System kann acht verschiedene Bauteile aufnehmen (RFID) und hat eine integrierte Absaugung der Späne. Auch die Offline Programmierung wurde von Toolcraft übernommen.
Prozesssicher und genau
Da die Bauteile im Sichtbereich verbaut sind und Spaltmaße im Zehntel-Bereich erforderlich sind, muss die komplette Anlage eine prozesssichere Genauigkeit nachweisen. Die Vereinigung der Werkzeugverwaltung, Messsysteme und Bauteilerkennung ist die Grundvoraussetzung, um die Anforderung stabil im Bearbeitungsprozess zu gewährleisten. Die kompakte Bauweise bei gleichzeitiger Bedienerfreundlichkeit war eine zusätzliche Herausforderung beim Bau der Zelle. Weiterhin sorgte Toolcraft für die robotergerechte Programmierung einer Freiformfläche. Auch das Anpassen und Korrigieren aufgrund des Bauteile-Verzugs ist möglich. Bei der Roboter-Programmierung kam die Partnerschaft mit dem Softwarehaus Unicam zum Tragen.

Studenten der TU München beim Hyperloop
Mit Toolcraft zum Geschwindigkeitsrausch
Toolcraft unterstützt erneut ein Projekt der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt an der TU München. Die Studenten nehmen an der zweiten Runde des Wettbewerbs SpaceX Hyperloop Pod Competition teil.
Der Erstellung einer Machtbarkeitsanalyse folgte die Testphase auf Toolcraft eigenen Roboterzellen. Die anschließende Konstruktion und Montage der Roboterzelle wurde komplett vom Integrator übernommen. Die Lieferzeit inklusive Montage beim Kunden nahm bis zur Serienfreigabe 16 Wochen in Anspruch. as










