MRK + Cobots

Jegliches erhält seinen Platz

Sortiersystem für die Blechbearbeitung
Das Sortiersystem Laser-Sort 06 übernimmt eine punktgenaue Absortierung von Fertigteilen an Lasermaschinen.
Ein Unternehmen für Lagertechnik stellte ein Roboter-Sortiersystem zur vollautomatischen Absortierung von lasergeschnittenen Teilen vor.


A
ngeschlossen an eine Byspeed 3015 zeigte die Firma Remmert aus Löhne den neuen Sortierroboter Laser-Sort 06 im Praxiseinsatz. Der Sechs-Achs-Knickarmroboter befördert Rohbleche auf den Wechseltisch der Lasermaschine, sortiert die Fertigteile in zuvor definierte Ladeträger ab und entsorgt die Restgitter. Die Aufnahme von Artikeln mit einem Gewicht von maximal 500 Kilogramm samt Aufnahmewerkzeug, einer Materialdicke bis 15 Millimeter und nahezu beliebiger Teilegeometrie funktioniert prozesssicher. Die vollautomatisierte Absortierung steuert Pro Sort, die intelligente Software des Roboters; sie definiert vollautomatisch, welches Teil an welchem Platz abgelegt wird. Die Aufnahme der Artikel erfolgt durch den Einsatz pneumatischer und magnetischer Standardwerkzeuge, die über ein Werkzeugwechselsystem vollautomatisch ausgetauscht werden. Im Radius von 3,20 Metern ist eine Absortierung in beliebig viele Behälter oder Ladungsträger möglich. Die Sortiergeschwindigkeit des neuen Handlingsystems liegt bei zehn Sekunden pro absortiertem Artikel. Mit dieser Leistung kann der Laser-Sort 06 je nach Schneidzeit der Lasermaschinen zwei Anlagen ohne Wartezeiten parallel bedienen. Mannarme beziehungsweise mannlose Fertigungsabläufe und reduzierte Stückkosten sind wichtige Ergebnisse des Einsatzes.

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Ungestörter Datenfluss

Das Sortiersystem lässt sich problemlos in jede bestehende Softwarearchitektur integrieren und sorgt auf diese Weise für vollkommen automatisierte Blechbearbeitungsprozesse: Im Host-System werden die Produktionsaufträge generiert und an die Fertigungssoftware weitergegeben. Dort erfolgt die Poolbildung der Aufträge nach verschiedenen Optimierungskriterien, etwa Zellenauslastung, Liefertermin und Verschnittminimierung. Anschließend ordnet die Robotersoftware jeder zu schneidenden Geometrie vollautomatisch ein Absortierwerkzeug zu. Die offline-programmierte Applikation reduziert den notwendigen Programmieraufwand dabei auf ein Minimum. Alle Geometriedaten, die die Lasermaschine für den Schneidprozess erhält, werden an den Roboter weitergegeben. Allein in Ausnahmefällen, etwa bei besonders außergewöhnlichen Geometrien, übernimmt ein Mitarbeiter die Zuordnung des Sortierwerkzeugs. Der Schachtelprozess erfolgt entsprechend den Geometrien und Blechbeständen, bevor der Mitarbeiter vorab die Fertigteilablageposition und die Schrottbehandlung definiert. Es ist möglich, die Teile in definierte Behälter – und innerhalb dieser an einem ganz bestimmten Platz – abzulegen. Auf diese Weise sind die Artikel für den nachgeordneten Bearbeitungs- und Logistikprozess schon optimal vorsortiert. pb

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