MRK + Cobots
Bis zur vollen Reife
Damit Käse seinen vollen Geschmack entwickeln kann, muss er eine bestimmte Zeit lang reifen. Dazu ist es erforderlich, ihn regelmäßig zu wenden und mit Salzwasser zu bürsten. Bis zu zwei Jahre lang. In der automatisierten Käsereifung übernehmen diese Aufgaben frei fahrbare Käsepflegeroboter wie der LK-40 von Leu Anlagenbau. Sein Fahrantrieb wird von Batterien gespeist. Gelenkt wird er von einer Deichsel, ähnlich einem Stapler. Der LK-40 kann 80 große Emmentaler-Laibe pro Stunde pflegen. Bei den kleinsten Laiben wird alle zwei Sekunden der nächste Laib durch die flinke Maschine gewirbelt.
Da die Käselager immer größer und höher werden, ist auch das Einbringen der Käselaibe ins Lager ohne maschinelle Unterstützung fast nicht mehr denkbar. Spezielle Handlingmaschinen übernehmen diese Aufgabe. Aber auch mit einer Pflegemaschine lässt sich mit einfachen Hilfsmitteln Käse ein- und auslagern. So wird bei einer Raclette-Maschine ein spezieller Bearbeitungstisch an der Front der Maschine installiert. Beim Einlagern werden die Bretter auf diesem Tisch bereitgestellt und drei Käse auf das Brett gelegt. Nachdem das Hubwerk in Position gefahren ist, öffnet sich die Beschickungstür. Das Brett mit den Käselaiben wird von Hand in die Maschine geschoben. Während dieser Zeit überwachen die Sicherheitssensoren Eden, dass sich der Tisch nicht bewegt. Andernfalls würde die Sicherheitssteuerung sofort einen Not-Halt auslösen. Sobald die Tür wieder sicher verschlossen ist, gibt die Sicherheitssteuerung das Hubwerk frei, und das Brett kann an jede beliebige freie Position gestellt werden.
Beim Auslagern läuft der Vorgang umgekehrt. Ein beliebiges Brett mit Käselaiben wird aus dem Gestell geholt, und das Hubwerk fährt anschließend in die Übergabeposition. Die Beschickungstür öffnet sich, und das Brett wird auf den Bearbeitungstisch geschoben. Nach der Freigabe schließt sich die Beschickungstür, und das nächste Brett wird geholt. Auch hier sind die Sicherheitssensoren verantwortlich, dass alle Türen rechtzeitig geöffnet oder geschlossen sind und der Benutzer gefahrlos in die Maschine greifen kann. Die Sicherheits-SPS Pluto S46-6 von Jokab Safety ist laut Anbieter trotz ihrer Breite von nur 90 Millimetern bislang die leistungsstärkste Sicherheits-SPS am Markt. Sie wurde entwickelt, um der Nachfrage nach einer kompakten Sicherheits-SPS mit mehr E/A gerecht zu werden. Die S46-6 hat insgesamt 46 E/A, sechs davon sind unabhängige Sicherheitsausgänge. Außerdem können 16 E/A wahlweise als Ein- oder Ausgänge benutzt werden. 24 Eingänge sind für Unfallschutzgeräte und sonstige Sensoren bestimmt. Da die Programmierung über die intuitive Pluto Manager Software im Kontaktplan erfolgt, eignet sich Pluto sowohl zur Sicherheitsüberwachung als auch zur Steuerung kleinerer Maschinen.
Ergänzend zur klassischen Lösung mit gewöhnlichen Drucktastern bietet Jokab Safety auch die Zweihand-Steuerung Safeball JSTD1 an. Der ergonomisch gestaltete und für jede Handgröße passende Safeball hat an beiden Seiten der Kugel je einen Drucktaster. Durch diese Drucktaster-Anordnung wird das Risiko einer unbeabsichtigten Betätigung minimiert. Markus Schönbächler/Johann Aulila/kf








