Roboter machen Sachen…
Han, der Roboter, der schielen kann
In wenigen Jahren werden viele humanoide Roboter im Service arbeiten. Das vermutet zumindest Jong Lee, Chef von Hanson Robotics aus Hongkong und bietet einen Humanoiden an, dem er menschliche Mimiken verliehen hat. So kann der Roboter beispielsweise auch schielen. Oder betrunken auftreten: Das ist ein weiterer Gesichtsausdruck von Hanson, kurz: Han. Die Liste der Regungen ist umfangreich: Er runzelt die Stirn, kneift die Augen zusammen und blickt seinen Gegenüber böse funkelnd an. Han kann aber auch ganz anders, nämlich freundlich: In dem Fall lächelt er und zwinkert seinem Gegenüber mit einem Auge zu.
Jong Lee, der Chef von Hanson Robotics, dem Unternehmen, das Han entwickelt hat, glaubt, dass menschliche Verhaltensweisen für Roboter dieser Spezifikation wichtig sind. Denn Lee ist überzeugt, dass Roboter künftig in verschiedenen Dienstleistungssektoren genutzt werden. Neben dem reinen Mienenspiel beherrscht Han aber auch einfache Kommunikationsformen mit Menschen, die ihm zum Beispiel Fragen stellen. Dies soll ihn für Arbeiten, zum Beispiel am Empfangstresen, geeignet machen. Das ist der kommerzielle Hintergrund dieser Entwicklung.
Das von dem David Hanson initiierte Unternehmen hat sich auf Roboter spezialisiert, die ein Gesicht mit Mimik bieten. Die Roboterhaut besteht aus Frubber einem weichen Polymerschaum. Für das Minenspiel des Humanoiden werden alleine 40 Servomotoren benötigt. Gesteuert wird die Gestik per App auf dem Smartphone. Insgesamt stehen ein Dutzend Mienenspiele auf dem Programm, darunter freundlich, empathisch, angeekelt, böse, traurig oder melancholisch. Über einen Drehregler wird eingestellt, wie heftig der Gesichtsausdruck ist. Über ein Touchpad werden zusätzlich Kopfbewegungen – Drehen oder Nicken - gesteuert. bw










