Flexible Roboterzelle für Kleinserien-Bearbeitung
Freier Zugang zur Maschine
Mit der neu designten ecoZ hat HandlingTech eine spezielle Produktreihe der Robax-Roboterzellen im Programm, die vor allem bei der Automation von Kleinserien auf Bearbeitungsmaschinen Vorteile bietet. Das besondere Konzept der Roboteranordnung hält den Arbeitsraum vor der Maschine frei.
Roboterzellen zum Be- und Entladen respektive zur Automation von Werkzeugmaschinen und zusätzlichen Arbeitsgängen zu verwenden, ist State of the Art. Die Sechs-Achs-Industrieroboter bieten jeden erdenklichen Freiheitsgrad beim Handhaben von Teilen, sie ermöglichen präzise Abläufe und sind hochflexibel einsetzbar. Sie haben den Vorteil, dass sie neben dem Beladen und Entladen von Maschinen mit Werkstücken auch periphere Arbeitsgänge wie Mess- oder Kontrolloperationen, Reinigungsaufgaben oder Entgraten bis hin zu Verknüpfungen mit anderen, separat angegliederten Prozessen ermöglichen. "Die Anforderungen an solche Roboterzellen, gerade in Adaption an Bearbeitungsmaschinen, sind die gleichen wie die an die Maschinen selbst: Sie müssen stabil, präzise und dauerhaft robust ausgeführt sein. Darüber hinaus zeigt sich die Qualität einer Roboterautomation in einer ausgereiften Ergonomie, die eine effiziente und damit kostensparende Gestaltung der Arbeitsabläufe um die Werkzeugmaschine ermöglicht", erklärt Jörg Hutzel, Geschäftsführer von Handlingtech. Genau diese Eigenschaften hat die nun vorgestellte Zelle ecoZ.
Roboter greift um die Ecke
Sie lässt dem Bediener Platz - er hat freien Zugang zur Bearbeitungsmaschine. Die Zelle selbst braucht wenig Stellfläche, ist leicht adaptierbar und flexibel an Maschinen einsetzbar. Das Besondere an der ecoZ ist die nach vorn geneigte Stellung des Roboters. Dadurch kann er quasi um die Ecke greifen. Die ecoZ lässt sich seitlich neben der Arbeitsraumöffnung einer Bearbeitungsmaschine positionieren, und damit bleibt der Zugangsbereich für den Maschinenbediener praktisch frei - ein Vorteil, der vor allem an Schleif- und Drehmaschinen gefordert wird und beim Werkzeugwechsel oder beim Späneausräumen viel Zeit spart. Ebenfalls markant für die ecoZ, informiert der Hersteller, ist die kompakte Bauform - in vielen Fällen lässt sich die Zelle noch zwischen bereits installierte Maschinen platzieren.
Wie bei allen Robax-Roboterzellen hat der Hersteller das Design zugleich als Funktionselement konzipiert. Hauptaugenmerk liegt auf dem markant gestalteten Rahmen in Form eines stabil verschweißten Grundgestells mit glatter und durchgängig bündiger Verkleidung. Für einen stabilen Stand sorgt eine besondere Verstärkung mit tiefliegendem Schwerpunkt. In dem sogenannten New-A-Frame lassen sich Kabel aus dem Inneren der Zelle sicher und vor Verschmutzung geschützt unterbringen.
Ergonomisch und abgesichert
Das Thema Ergonomie hat Handlingtech auch im Bereich der Teilebevorratung aufgegriffen. Unter dem Roboter befinden sich sogenannte Werkstückspeicher-Schubladen, die beidseitig bedienbar sind. Zum Be- und Entladen der Maschine zieht sich der Roboter eine Schublade heraus, um Rohteile zu entnehmen und Fertigteile abzulegen. Zum Austausch abgearbeiteter Werkstückpaletten lassen sich diese Schubladen auch auf der Rückseite herausziehen. So kann das Befüllen der Werkstückspeicher oder die Entnahme von Fertigteilen während des Betriebes ohne Stillstand erfolgen. Insgesamt ist die Zelle auf den flexiblen Einsatz an Bearbeitungsmaschinen zugeschnitten, auch hinsichtlich Arbeitsraum-Absicherung. Ein integrierter Laserscanner überwacht den Arbeitsraum optisch; damit lassen sich unterschiedliche Bereiche definieren, etwa Nahbereiche, in denen die Arbeitsgeschwindigkeit des Roboters reduziert wird, sowie enge Bereiche, die zum Not-Aus führen. Auch ein konventioneller Schutzzaun ist möglich. pb









