Ingenics plant den Wandel
Ulmer heben E-Mobil aufs Band
Die Automobilhersteller stellen jetzt die Weichen für die Zukunft, in der fossile Brennstoffe keine nennenswerte Rolle mehr spielen sollen. Deshalb hat Ingenics ihre Expertise in der Fabrik- und Montageplanung für Elektrofahrzeuge sowie in der Batteriefertigung ausgebaut. Nun hat das technische Beratungsunternehmen die exklusive Gelegenheit, einer der größten Elektrofahrzeugmontagen in Europa zum Erfolg zu verhelfen. Der neue Premium-Elektro-SUV soll es mit jedem Wettbewerber aufnehmen können.
Es gibt reichlich Anlässe und Gründe, sich mit dem Thema Elektromobilität zu beschäftigen. In Europa gibt es heute keine relevante politische oder gesellschaftliche Kraft mehr, die nicht davon ausgeht, dass sowohl der öffentliche als auch der Individualverkehr weitestgehend auf elektrische Antriebe umsteigen wird. Die Stimmen, die stets darauf verwiesen haben, dass auch die Erzeugung von elektrischem Strom nicht ohne Umweltbelastung möglich sei, sind angesichts der Erfolge erneuerbarer Energien bei immer noch zunehmender Belastung aufgrund von Feinstaub und CO2 durch klassische Verbrennungsmotoren weitgehend verstummt. Das Problem der Speicherung großer Strommengen ist zwar immer noch nicht zufriedenstellend gelöst und die Reichweiten von Elektrofahrzeugen sind noch immer geringer als die der Otto- und Dieselmotor getriebenen Autos. Dennoch kommen wir praktikablen Lösungen mit immer größeren Schritten näher. In dieser Situation werden die Rufe nach öffentlichen Förderprogrammen lauter. Verbunden mit einem staatlich unterstützten Ausbau der Infrastruktur – schnellladende Stromtankstellen, berührungsloses Aufladen, etc. – könnten Kaufprämien für Elektroautos die Zulassungszahlen schnell vervielfachen. Europa könnte auf diese Weise nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Klimarettung leisten, sondern auch zum Benchmark für die Industrieländer Asiens und Amerikas werden.
Alltagstaugliche, preisgünstige Modelle
Dass die europäischen Hersteller auf alltagstauglich designte, preisgünstige Modelle für den Massenmarkt gesetzt haben, ließ sie im Vergleich mit den attraktiven, aber recht teuren Modellen aus Kalifornien zunächst nicht besonders gut aussehen. In der Zwischenzeit haben sie aber keineswegs die Hände in den Schoß gelegt, sondern unauffällig im Hintergrund daran gearbeitet, den endgültigen Wandel hin zu massentauglichen Elektrofahrzeugen voranzutreiben. In den hitzigen Debatten, die in Politik und Wirtschaft jüngst geführt wurden, ging es erstmals nicht mehr um die Frage des „ob“, sondern nur noch um den besten Weg.
„Für die Automobilhersteller gilt es nun, neue Lösungen sowohl für die Großserien-Elektrofahrzeugmontage als auch für die dazugehörigen Batteriefertigungen zu entwickeln“, erklärt der Ingenics Vorstandsvorsitzende Oliver Herkommer. Seine Kompetenz will Ingenics bei der aktuellen Planung eines der größten Elektrofahrzeugwerke Europas erneut unter Beweis stellen.
Dieser Großauftrag eines europäischen Premiumherstellers, der eine vorhandene Fabrik für die massentaugliche Produktion von Elektrofahrzeugen umbaut, mache deutlich, wo und in welchem Umfang sich die neuen Aufgaben von der konventionellen Automobilproduktion unterschieden, erklärt Ingenics Key Account Manager Tobias Katai. „Wir sind hier allein verantwortlich für die Planung der Fahrzeugendmontage, die sich in den Kernbereichen, insbesondere rund um die ,Hochzeit‘, fundamental von dem unterscheidet, was wir in der vergangenen Jahrzehnten im Automobilbau geplant haben.“ Um dem Projekt den maximalen Erfolg zu sichern, ist Tobias Katai mit einem großen Planungsteam von mehr als 20 Ingenieuren vor Ort. „Wir setzen auf einer großen, bereits sehr effizient arbeitenden konventionellen Fahrzeugmontage auf, die wir durchgängig den veränderten Anforderungen einer Elektrofahrzeugmontage anpassen“, sagt Tobias Katai. „Mit unserer großen Erfahrung erarbeiten wir zukunftsfähige Konzepte, spezifizieren die Umfänge, begleiten die Beschaffung und schaffen somit alle notwendigen Voraussetzungen für Realisierung und Inbetriebnahme bis hin zur Absicherung der Qualitäts- und Stückzahlenziele.“ bw












