Verbindungskomponenten für die Automatisierung

Mit einem Handgriff

Anschlusstechnik wird häufig stiefmütterlich behandelt; beim preisgetriebenen C-Teile-Management gewinnt oft das billigste Angebot. Das kann aber für den Anlagenbetreiber teuer werden: Unsauber gearbeitete Verbindungs-und Dichtflächen und qualitativ schlechtere Materialien fallen eher aus und machen einen schnelleren Austausch erforderlich. Außerdem schlagen sie durch schleichende Undichtigkeiten auch bei den Energiekosten langfristig zu Buche, wenn etwa teure Druckluft über längere Zeiträume unkontrolliert entweicht. Energieverluste durch Reibung und schlechte Strömungsverhältnisse in den Komponenten kommen hinzu. Eisele aus Waiblingen plädiert dafür, die gesamten Lebenszykluskosten einer Anlage zu betrachten und der Qualität der Verbindungstechnik mehr Augenmerk zu schenken. Der Anbieter beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Anschlusskomponenten. Zum Produktspektrum gehören Verbindungsteile zum Beispiel für Pneumatik oder Kühlwasser in Einsatzgebieten wie Lackverarbeitung oder Nahrungsmittelproduktion, außerdem Mehrfachkupplungen und unterschiedlichste Einzelverbindungen für den Maschinenbau, die Verpackungstechnik sowie Automobil- oder Druckindustrie.

Mehrfachkupplungen fördern Modularisierung

Mehrmedienkupplungen aus Edelstahl sind sehr langlebig und robust und ermöglichen die schnelle Verbindung mehrerer Leitungen mit einem Handgriff. (Foto: Eisele)

Mit Mehrfachkupplungen aus den Serien 1800 und 1811 für Druckluft oder Flüssigkeiten lassen sich klare und einheitliche Schnittstellen zwischen Anlagenteilen oder -modulen realisieren. So können Baugruppen vor der Auslieferung und Inbetriebnahme separat komplett durchgetestet werden. Auch die Inbetriebnahme vor Ort läuft dann nach dem vielzitierten Plug-and-play-Prinzip. Die Wartung wird erleichtert, Umrüstzeiten werden reduziert. Auch Entwicklungsaktivitäten lassen sich gut abgrenzen, meint Eisele und weist darauf hin, dass definierte, einheitliche Schnittstellen die Untervergabe ganzer Arbeitspakete an externe Lieferanten und die Entwicklung an verteilten Standorten ermöglichen. Der dezentrale Einsatz von Modulen wird durch kleine Baugrößen und eine Leichtbauform aus Aluminium erleichtert.

Auch bei der Fertigung von Einzelstücken, also der Losgröße eins, sind Umbauaufwand und Rüstzeiten gering zu halten. Auch hier kommen Mehrfachkupplungen des Anbieters ins Spiel. Denn wenn nur noch ein Anschluss verwechslungssicher umgesteckt werden muss, steigt die Anwendungssicherheit im gleichen Maße wie die Rüstzeit sinkt. Der Verwechslungsgefahr beim Einsatz mehrerer Kupplungen begegnet der Hersteller durch farbliche und geometrische Codierung der zusammengehörigen Anschlussstücke. Einem schnellen Modulwechsel dienen die Baureihen mit integrierten Absperrventilen, die unter Druck gekoppelt und entkoppelt werden können. Verfügbar sind auch Ausführungen im Cleandesign. Der Hersteller setzt auf hochwertige Metalle wie Aluminium, Messing oder Edelstahl für Langlebigkeit, Qualität und Wiederverwertbarkeit. Moderne Verbindungslösungen sind nach einem Baukasten konzipiert, bei dem unterschiedliche Verbindungen wie Elektronik, Pneumatik und Flüssigkeiten in einer Schnittstelle integriert sind. In einer Kupplung lassen sich verschiedene Einzelanschlüsse in Form von austauschbaren Patronen kombinieren. Die Größe der Anschlüsse ist variabel; hierdurch wird der komplette Werkzeugwechsel mit nur einem Handgriff in Industrieanlagen möglich.

pb

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