Lineartechnik

Von der Komponente zum System

Zusätzlich zu den bekannten linearen Antriebslösungen wie Lineareinheiten mit Kugelgewindetrieben, Zahnriementrieben und Zahnstangentrieben bietet Isel Germany in Eichenzell auch Antriebslösungen mit zum Patent angemeldeten Direktantrieben aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das neue iLD-System erreicht hohe Geschwindigkeiten, gute Dynamik und größere Genauigkeiten. Die dadurch geringeren Taktzeiten senken Fertigungskosten und erhöhen die Produktivität. Im direkten Vergleich bieten die Antriebe mit Linearmotoren eine verlängerte Lebensdauer, spielfreien Lauf ohne Umkehrspiel und minimierte Wartung. Zusätzlich werden höchste Ansprüche an Positionssteifigkeit und lange Verfahrwege realisiert. Durch die direkte Kraftübertragung entfallen alle mechanischen Verbindungsteile, etwa Kupplungen und Getriebe, was eine höhere Zuverlässigkeit und Kostenersparnis ausmacht. Mit der fertigungsoptimierten Konstruktion wird ein neues Kapitel von Linearmodulen zu einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis eröffnet. Durch die Verwendung von Aluminium, Stahl und handelsüblichen Kunststoffen werden ausschließlich recyclingfähige Materialien eingesetzt. Grundlegende Ansatzpunkte der neuen Lineareinheiten liegen in der Konstruktion von neuen, fertigungsoptimierten Einzelelementen. Basis sind Linearprofile aus stranggepresstem, eloxiertem Aluminium mit diversen Einzügen für das Einschieben des Sekundärteiles (Magnetschiene) und des Messsystems. Je nach gewünschter Genauigkeit und Dynamik kommen magnetische oder optische Gebersysteme zum Einsatz. Als Standard wird ein optischer Geber (inkrementell) mit einer Auflösung von einem beziehungsweise fünf Mikrometer verwendet. Die integrierten Hall-Sensoren stellen die Lageinformation für die Kommutierung des Motors zur Verfügung. Die Laufflächen für den Führungsschlitten auf dem Linearprofil bestehen aus einem spezialgehärteten, rostfreien und vorgeformten Bandstahlelement. Das Aufbördeln dieser Laufflächen bietet einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber bisher bekannten Systemen. Der Schlitten ist ebenfalls aus stranggepresstem, eloxiertem Aluminiumprofil, trägt das vormontierte Primärteil (Spulenpaket) und nimmt in speziellen Einzügen die multifunktionalen Lagereinsätze für die Kugellager auf. Diese Einzüge sind so konstruiert, dass sie Vorspannung und selbstständige Ausrichtung zu den Laufflächen ermöglichen. Die in Einzügen drehbar gelagerten Lagereinsätze sorgen für eine selstbständige Parallelausrichtung zu den Laufflächen und damit eine immer optimale Auflage der Führungsrollen auf den Laufflächen. Eine Nachjustierung entfällt wegen der konstruktiven Auslegung der Führungselemente und garantiert damit eine lebenslang gleichbleibende Genauigkeit. Die integrierten Anschlagpuffer und Endschalter vervollständigen das System. Eine Abdeckung der Führung ist durch einen optionalen Faltenbalg möglich. Zum Schutz des Motors befindet sich im Primärteil (Spulenpaket) ein Temperatursensor.

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Der Anschluss (Hall, Spulen, Messsystem und Temperatursensor) erfolgt über fest installierte Stecker am Primärteil. Als Leistungselektronik kommen eigens entwickelte intelligente Servoregler und handelsübliche Servoendstufen zum Einsatz. Von der Komponente zum System: Der Hersteller bietet einzelne Komponenten und komplette Antriebslösungen an. pb

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