Lineartechnik

Kein Warten, kein Schmieren

Hoch belastbare Gleitlager für oszillierende Bewegungen
Anwendung der Gleitlager: Lagerung der Hubmastanbindung an das Flurförderzeug zur Verstellung der Mastneigung. (Fotos: Schaeffler)
Hohe Tragfähigkeit und lange Lebensdauer bei kleinem Bauraum und wenig Reibung: Elgoglide-Lager bieten in Anwendungen mit hoher Belastung und kleinen Schwenkwinkeln viele Vorteile. Ihre absolute Wartungsfreiheit reduziert Stillstandszeiten und Servicekosten und machen den Einsatz von Schmiermitteln überflüssig.

Wälzlager sind bei Schwenkbewegungen unter gleichzeitig auftretenden hohen Lasten nur bedingt geeignet – vor allem bei kleinen Schwenkwinkeln kann es in Kombination mit Stößen und Vibrationen zu Riffeln (Stillstandsmarkierungen) auf den Laufbahnen kommen. Neben ruckartigem Lauf und erhöhter Geräuschentwicklung führt das oft zu frühzeitigem Lagerausfall. Als Alternative zu Wälzlagern bietet Schaeffler ein breites Portfolio an Gleitlagern, die unter dem Markennamen Elges vertrieben werden. Diese Gleitlager gibt es in wartungspflichtigen und wartungsfreien Ausführungen: In beiden Fällen wird zwischen Radial-, Schräg- und Axialgelenklagern unterschieden. Abgerundet wird das Programm durch wartungsfreie zylindrische Gleitbuchsen.

Bei wartungspflichtigen Gleitlagern werden die Kontaktflächen durch Fett oder Öl getrennt. Zur Sicherung der Fettverteilung wird dabei ein bestimmter Gleitwinkel vorausgesetzt. Für wartungsfreie Gleitlager hat der Hersteller den 0,5 Millimeter dicken, hochverschleißfesten Gleitbelag Elgoglide entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Gleitschicht aus Polytetrafluorethylen-Gewebe (PTFE). Es ist in Kunstharz gebettet und mit dem Außenring verklebt. Die Gegenlaufbahn ist hartverchromt. Das Gleitmaterial quillt nicht, verschweißt nicht mit Metall und ist chemisch weitestgehend beständig. Es eignet sich gleichermaßen für rotative und lineare Bewegungen. Seine Stärken kommen insbesondere bei oszillierenden Bewegungen zum Tragen.

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Elgoglide nimmt die Kräfte auf, überträgt sie und übernimmt gleichzeitig die Schmierung. Eine Nachschmierung der Lager ist nicht erforderlich – im Gegenteil: In diesem Fall ist sie sogar unerwünscht, weil sie das aufeinander abgestimmte tribologische System zerstören würde. Ihre maximale Laufleistung erreichen die Lager daher bei hundert Prozent Trockenlauf. Die dynamische Flächenpressung beträgt bei diesen Lagern 300 Newton pro Quadratmillimeter.

Typische Anwendungen in Flurförderzeugen sind zum Beispiel die Lagerung der Spurstange sowie der Hubmastanbindung an das Fahrzeug zur Verstellung der Mastneigung. Weitere Anwendungen im Schwerlastbereich sind bei Container-Stackern die Befestigung des Auslegers, des Spreaders (Lastaufnahmemittel) und der zugehörigen hydraulischen Zylinder. pb

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