ERP-System

Integrierte Abläufe

Langfristige Projekte prägen die Abläufe des Spezialisten für Eisenbahnsignaltechnik BBR. Darüber hinaus steht das Abwickeln kleiner Losgrößen bei sehr hoher Fertigungstiefe im Vordergrund seines Alltagsgeschäftes. Die richtigen Weichen für eine transparente Kostenstruktur und die pünktliche Lieferung der Produkte - kurzum für den Erfolg des Unternehmens - stellt das ERP-System Proalpha.

Das Unternehmen BBR, Hersteller von Eisenbahnsignaltechnik, bildet sein Projektgeschäft in Proalpha ab.

Ganz flach bis hoch hinaus – von der Ausrüstung des hochmodernen Jade-Weser-Containerhafens in Wilhelmshaven bis zur Zugspitzbahn mit modernster Signal- und Sicherheitstechnik reicht das Tätigkeitsspektrum der in Braunschweig ansässigen Baudis Bergmann Rösch Verkehrstechnik, kurz BBR. Die gelieferten elektronischen Komponenten stellen sicher, dass Weichen automatisch richtig gestellt werden, Streckenüberwachungen nahtlos funktionieren, Unfälle zuverlässig vermieden werden und Fahrgäste am Bahnsteig komfortabel informiert werden – um nur einige Beispiele zu nennen. Häufig sind es sehr spezielle Anwendungen und Nischen, die das erst 1990 gegründete Unternehmen für die internationale Kundschaft bedient. „Basis des Erfolgs im vergleichsweise jungen Unternehmen ist unsere ‚Mittelstandsprägung’, anders als viele Konzerne sind wir nahe am Kunden und dessen immer wieder anderen Anforderungen“, erklärt Frank-Michael Rösch, geschäftsführender Gesellschafter. „Statt die häufig überfrachteten Standardlösungen einzusetzen, bieten wir eher das Customizing an, funktional zugeschnittene und einfach zu betreibende Systeme mit besonderem Sicherheitsanspruch.“ Trotzdem verfolgt BBR das Ziel, bei allem Individualisierungsanspruch der Kunden eine Produktstandardisierung zu erreichen, der das Erstellen zertifizierbarer Lösungen weiter beschleunigt. Das Unternehmenswachstum, die komplexen Abläufe zwischen Entwicklung und Installation beim Kunden mit hohen Anforderungen an die Sicherheit und Dokumentation, eine Fertigung mit geringen Losgrößen und komplexen Produkten verlangt ein zuverlässiges Steuerungssystem, um Termine und Kosten im Griff zu behalten. „Maßgeblichen Einfluss auf alle unsere Abläufe hat der für unsere Branche vorgegebene Zulassungsprozess. Dieser verlangt bei jedem Auftrag sehr stringente Prozesse über alle Schritte zwischen Entwicklung und Produktion mit jeweils zwischengeschalteten Validierungen“, erklärt Produktionsleiter Thomas Hoppe. „Diese Abläufe gilt es in Proalpha abzubilden.“

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Bunte Vielfalt integriert

Trotz der Einführung des ERP-Systems bereits einige Jahre zuvor gab es bei BBR bis ins Jahr 2011 eine bunte Vielfalt von parallel genutzten IT-Systemen. Während Funktionen wie Finanzbuchhaltung und Belegerstellung in Proalpha liefen, betrieben einzelne Funktionen und Bereiche eigene Systeme, beispielsweise in der Produktionsplanung und im Projektmanagement. „Das wird den Anforderungen hinsichtlich Transparenz und Stringenz natürlich nicht gerecht und verursacht zudem vergleichsweise hohe Kosten bei der Systempflege. Und da wir weiter wachsen, steigen die Anforderungen an die Funktionalitäten und die Projektsteuerung noch erheblich. Deshalb verlagern wir sukzessive weitere Aufgaben in das ERP-System“, erklärt Volker Lenkeit, ERP-Systembetreuer bei BBR, die Strategie. So wurde im Laufe des Jahres 2012 die Produktionsplanung im Modul APS „hochgefahren“, Projekte werden inzwischen nur noch in dieser Lösung geplant. Innerhalb des Controllings, das traditionell in vielen Bereichen mit Excel arbeitet, startete Ende 2012 zunächst die Umstellung des Projekt-Forecasts auf das ERP-System.

Dank der Struktur des ERP-Systems ist es möglich, es in nahezu beliebigen Kombinationen einzelner Funktionen zu nutzen und Fremdsysteme anzubinden. Hohen Effizienzgewinn durch vollständig integrierte Abläufe verspricht jedoch die möglichst weitgehende Abbildung von Abläufen in diesem System. Dementsprechend hatte ERP-Systembetreuer Lenkeit einen ehrgeizigen Projektplan aufgelegt: In vergleichsweise kurzer Zeit wurde – neben dem APS in der Produktion – die Produktakte mit Seriennummer und Änderungsverzeichnis eingeführt. Vor dem Hintergrund der speziellen Produkte mit intensivem Dokumentationsaufwand kann hier einiger Administrationsaufwand abgefangen und Sicherheit generiert werden.

Im APS plant BBR die verschiedenen Ressourcen äußerst detailliert, das betrifft die Elektronikfertigung mit modernen Bestückungsautomaten und Linien ebenso wie die Handarbeitsplätze. Die benötigten Arbeitspläne und Bestückungslisten stellt das System direkt an den Maschinen zur Verfügung.

BBR verfolgt die Strategie des schrittweisen Vorgehens und Übernahme von Funktionen in Proalpha. Ersatz des bisher in einigen Abteilungen eingesetzten Dokumentenmanagements durch das entsprechende Modul, Start der „E-Bilanz“ und die Nutzung des Versandmoduls wurden in den letzten Monaten umgestellt. Dazu gesellen sich das Projektmodul einschließlich der Zeiten-Erfassung. Der systemweite Workflow wird ohnehin genutzt. Zudem sieht der ERP-Systembetreuer in der Nutzung der Dashboards und des Analyzers weitreichende Möglichkeiten, die komplexen Abläufe im Unternehmen transparent zu gestalten und Optimierungsmöglichkeiten schneller aufzuspüren. Volker Lenkeit: „Im Laufe des Jahres wird BBR weitere bisher in Fremdsysteme laufende Anwendungen in das ERP-System Proalpha verlagern und so die integrierte Umgebung komplettieren.“ ee

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