KI + Datenanalyse
Doppelt hält besser
stimmt nicht immer – bei Harman/Becker Automotive Systems bewirkte der Betrieb zweier Systemlandschaften das Gegenteil. Das historisch gewachsene Mischwerk bescherte dem Innovationsführer im Bereich Car-Infotainment neben doppelten Lizenz- und Wartungskosten obendrein doppelten Verwaltungsaufwand. Da die 30 Unternehmensstandorte überdies eine Vielzahl unterschiedlichster Laufwerksbuchstaben für die Dateiablage vergeben hatten, kam es zu Konflikten beim Zugriff auf Dokumente mit eingebundenen Verweisen auf andere Dateien.
Um den Administrationsaufwand zu senken und die standortübergreifende Zusammenarbeit der globalen Entwicklungsteams zu optimieren, entschloss sich das Unternehmen zu einer grundlegenden Bereinigung der IT-Infrastruktur und ersetzte die zersplitterte Systemlandschaft im File-Server-Bereich durch eine reine Microsoft Windows-Umgebung. Nach eigenen Angaben mit Erfolg: Das zugleich eingeführte Distributed File System (DFS) stelle für alle internen sowie externen Nutzer ein weltweit gültiges Standardlaufwerk bereit und räume die Linkproblematik dauerhaft aus dem Weg. „Letztlich gaben wirtschaftliche und strategische Argumente den Ausschlag für eine Migration von Novell Netware 6.0 auf Microsoft Windows Server 2003 R2“, so die zuständige Systemadministratorin Snezana Stark. Und der Startschuss für ein Umzugsprojekt der Sonderklasse war gefallen. Nachdem die konzeptionellen Vorarbeiten sowie die Migration kleinerer Standorte abgeschlossen wurden, konnte die Migration in Karlsbad starten. Dazu glich das Team die Benutzerkonten beider Verzeichnissysteme ab und konfigurierte zwei Netzwerk- cluster. „Mit dieser Hochverfügbarkeitslösung ist sichergestellt, dass die Nutzer beim Ausfall eines Servers oder beim Austausch von Komponenten ohne Unterbrechung und Datenverlust weiterarbeiten können“, erläutert Stark.
Das von Stark geleitete Team hatte ein großes Pensum zu bewältigen. Schon die schiere Datenmenge von sechs Terabyte von 4.000 unmittelbar und weiteren 4.300 mittelbar betroffenen Nutzern sei atemberaubend gewesen. Obendrein durfte der Datenumzug den Arbeitsbetrieb weder unterbrechen noch gefährden – in knapp acht Monaten musste ein komplett neues Berechtigungskonzept erstellt und angelegt werden. lg








