Schlüsselfertiger Industriebau

Neuer Firmensitz für Perrot

Der Schwarzwald ist bekannt für seine Kuckucksuhren. Weniger bekannt, dafür umso beeindruckender sind die Uhren aus Calw: Perrot fertigt dort seit über 150 Jahren und in fünfter Generation hochkomplexe Turmuhren, Läuteanlagen und Glockenspiele in riesigen Dimensionen. Als das Unternehmen wegen der steigenden Nachfrage einen größeren Firmensitz benötigt, holte es sich Freyler Industriebau an die Seite.

In Calw fertigt Perrot Turmuhren und Läuteanlage nun schon in fünfter Generation. Um der Nachfrage und dem Wachstum gerecht zu werden, wurde jetzt ein neues Firmengebäude errichtet. Alle Bilder: Freyler

Mit der Makkah Clock hat Perrot die größte Turmuhr der Welt gebaut - das Ziffernblatt misst 43 x 43 Meter, der Minutenzeiger ist stattliche 24 Meter lang, der Antrieb wiegt 21 Tonnen. Viele Anfragen gehen inzwischen aus dem arabischen Raum ein, aber auch aus den GUS oder aus Skandinavien. Um diesem Wachstum standhalten zu können, benötigte die Firma einen größeren Firmensitz.

Der Stadt Calw im Nordschwarzwald wollte das Unternehmen treu bleiben und fand auch das passende Grundstück für ein etwa doppelt so großes Gebäude plus Erweiterungsflächen für die Zukunft. Zur Konzeption, Detailplanung und schließlich schlüsselfertigen Erstellung holte sich Perrot einen Experten an die Seite: Freyler Industriebau.

In einem Konzepttag erfasste und analysierte Freyler gemeinsam mit dem Mittelständler zunächst den Ist-Zustand, ermittelte optimale Prozessabläufe und betrachtete Zukunftsperspektiven. Mit diesem Detailwissen um interne Prozesse und Strukturen entwickelte Freyler ein individuell zugeschnittenes Konzept, das genau auf die Bedürfnisse abgestimmt ist und auch die Unternehmenswerte optimal präsentiert. Modern, großzügig, hell und repräsentativ sollte das neue Gebäude werden.

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Nähe von Produktion und Verwaltung

Entstanden ist ein rechtwinkliger Grundriss: Aus der 1.600 qm großen Produktionshalle schiebt sich leicht versetzt im Obergeschoss die Verwaltung mit 400 qm heraus. Über eine Empore und Treppe sind die Büros direkt mit der Produktionshalle verbunden, so dass Nähe und Kontakt zwischen den beiden Bereichen immer gegeben sind. Die Kopfseite des Gebäudes orientiert sich zur Straße hin, die Längsseite blickt mit großen Fensterflächen in die Natur. Rückwärtig ist Platz für eine künftige Erweiterung gegeben.

Corporate Architecture

Das Gebäude ist eine Mischung aus Massivbauweise und Stahlkonstruktion. Die Produktionshalle hat eine Tragkonstruktion aus Stahlbeton mit einer Sandwich-Außenfassade in dunklem Alusilber. Auf Stahldachträgern liegt ein gut gedämmtes Trapezblech mit Foliendach. Der Verwaltungsbereich ist mit einer Fundermax-Fassade in dunklem Anthrazit verkleidet. In Kombination mit breiten Fensterbändern wirkt das Gebäude zeitlos elegant. Passend zur modernen Architektursprache hat Perrot ein Aushängeschild mit Wiedererkennungswert entworfen und gefertigt: Eine große Außenuhr, die jetzt die Eingangsfront ziert. Von der Empfangshalle mit Platz zur Präsentation der prächtigsten Referenzen und Exponate gelangt man über eine offene Stahltreppe in die Verwaltung und einen repräsentativen Besprechungsraum.

Nachhaltig - wirtschaftlich - ökologisch wertvoll

"Perrot hat großen Wert gelegt auf einen zukunftsfähigen Firmensitz - ökologisch wie ökonomisch. Daher war die Nutzung regenerativer Energien ein erster Aspekt, den wir betrachtet und geprüft haben", erklärt Projektleiter Volker Schulz von Freyler. Beheizt wird heute komplett mittels Geothermie: 11 Bohrungen à 130 Meter waren dazu nötig. Gekoppelt ist die Wärmepumpenanlage mit einer Industriefußbodenheizung in der Produktionshalle und einer normalen Fußbodenheizung in den Büros. Im Sommer lassen sich die Büroräume über die Geothermie auch etwas kühler temperieren. Die Beleuchtung innen wie außen ist komplett mit LED realisiert, das Dach ist vorgerichtet für eine Photovoltaik-Anlage, zudem gibt es eine 4,5 m3 Zisterne für Grauwasser.

Produktionshalle mit technischen Finessen

Bei der Planung der Produktionshalle gab es diverse Details zu beachten: So ist eine separate Schlosserabteilung mit integrierter Schmiede entstanden, bei der die Einzelplatzabsaugung der Schweißplätze und der Kaminabzug des Schmiedeofens berücksichtigt werden mussten. Zudem wurde eine Lackieranlage eingebaut mit vorgeschaltetem Finisher, in der unter anderem auch vergoldet wird. Für diese gab es diverse technische Auflagen, Explosionszonen mussten bedacht werden sowie Zu- und Abluft. Hierbei koordinierte Freyler auch das Zusammenspiel zwischen dem Hersteller der Lüftungsanlage, dem Fachplaner und den baulichen Maßnahmen. "Der sensible Elektronik-Bereich ist massiv abgetrennt mittels baulich eingebrachter Zutrittskontrolle, eine ableitfähige Bodenbeschichtung schließt elektrostatische Entladungen aus, die die Bauteile gefährden oder Anzeigefehler bei elektronischen Geräten verursachen können", berichtet Schulz weiter. Hauptsächlich gelüftet wird die Halle über die Dachoberlichter - in Kombination mit großen Fenstern ist es auch hier dank reichlich Tageslicht immer hell und freundlich. kf

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