Instandhaltung

Bis an die Kante gescheuert

Hartnäckigen Bodenschmutz gibt es nicht nur in Fertigungshallen oder Werkstätten. Auch Flughäfen oder Bahnhöfe müssen ihre Böden sauber halten. Hier wie dort erweisen sich handgeführte Scheuersauger als unverzichtbare Helfer für die ebenso intensive wie wirtschaftliche Nassreinigung. In Berlin setzt Dienstleister Sasse Traffic Logistik auf die Scheuersaugmaschinen der Hako-Werke. „Vielfach bewährt“ haben sich diese robusten Maschinen vom Typ Hakomatic B 655, sagt Wilfried Kreft, der Berliner District-Leiter des bundesweit agierenden Reinigungsunternehmens. Und er weiß worauf es ankommt. Denn auf den U-Bahnhöfen der Hauptstadt sind die Scheuersauger hohen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt und müssen sich rasch auf unterschiedliche Bödenarten einstellen lassen. Überdies werden sie per Aufzug zwischen den Ebenen hin- und her transportiert. „Die größte Belastung haben die Scheuersaugmaschinen aber beim Umsetzen von einem zum anderen Bahnhof zu ertragen“, so Kreft. Die Maschinen werden dazu über Auffahrbleche in die U-Bahn-Wagen hinein und heraus gefahren.

Um diesen Belastungen dauerhaft standhalten zu können, haben die Konstrukteure von Hako die Scheuersaugmaschinen mit einer höheren Eigenstabilität ausgerüstet. Den Effekt beschreibt Maschinenführer Stefan Groß: „Gerade beim Einfahren in den U-Bahn-Wagen spürt man die Verbesserungen. Immerhin sind etwa 10 Zentimeter zu überwinden. Ich habe das Gefühl, dass sich die Maschine durch die höhere Eigenstabilität etwas leichter in den Waggon schieben lässt.“ Beim Umsetzen mit der U-Bahn muss die Maschine entleert werden und der Saugfuß ist zu demontieren. Letzteres geschieht – wie bei allen Scheuersaugern aus Bad Oldesloe – werkzeuglos.

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Bevor es aber überhaupt mit der Reinigung losgehen kann, muss die Maschine mit Frischwasser befüllt werden, das mit Reinigungschemie versetzt wird. 75 Liter nimmt der Frischwassertank auf, der dank einer flexiblen Trennwand zunächst auch den Rauminhalt des Schmutzwassers ausfüllt. Dieses Verhältnis dreht sich während des Reinigungsprozesses um, und wenn der Schmutzwassertank ein Volumen von 78 Liter übersteigt, schaltet das Saugsystem ab. Das wird optisch und akustisch signalisiert.

Per Schlüsselschalter und Knopfdruck startet man alle bordeigenen Aggregate der Maschine, die automatisch in vorgegebener Reihenfolge in Betrieb gesetzt werden. Bestätigen die Signallampen Funktionsbereitschaft, werden Sauglippe und Bürstenkopf auf den Boden gesetzt. Dabei ist zu beachten, dass der Bürstenkopf mit dem richtigen Andruck arbeitet, was vom Fußbodenmaterial abhängig ist. Über die in beiden Handgriffen integrierten Fahrhebel lässt sich der Scheuersauger gut führen. Die Geschwindigkeit kann stufenlos geregelt werden. Sie richtet sich nach Bodenmaterial und Verschmutzungsgrad. Bodenfliesen – vor allem solche mit Antirutschrillen – erfordern beispielsweise ein reduziertes Tempo.

Um den Fahrbetrieb wirtschaftlich zu gestalten, muss mit Wasser und Lauge sparsam umgegangen werden. „Gerade die Gestaltung der Tellerbürsten und ihre Ausstattung mit dem TÜV-geprüften Aqua-Stop-System leisten einen entscheidenden Beitrag zur Kostenersparnis bei Reinigungsmitteln und Wasser“ erläutert Stefan Groß. Diese Konstruktion bewirkt, dass das Wasser im Bürstenbereich bleibt und nach dem Scheuern mit Hilfe des parabolisch gestalteten und federnd gelagerten Saugfußes dem Schmutzwassertank vollständig wieder zugeführt wird. TÜV-Untersuchungen belegen, dass sich dabei je nach Fußboden und Verschmutzungsgrad bis zu 50 Prozent Reinigungsmittel und Wasser einsparen lassen. Und weniger Wasserverbrauch bedeutet auch, dass seltener nachgefüllt werden muss, was Zeit, Wasser und Reinigungsmittel spart. Nach dem Scheuern bleibt ein dünner Feuchtigkeitsfilm zurück, der in wenigen Sekunden verdampft. Der Boden ist danach sauber und begehbar trocken.

Schmal gebaut und sehr wendig, kann der Scheuersauger Hindernisse so exakt umfahren, dass ein maximaler Bereich gereinigt wird. Die manuelle Nacharbeit (Ecken!) hält sich in Grenzen. Das bewährt sich auch entlang der Bahnsteigkante. Dazu nochmal Stefan Großt: „Die Maschine lässt sich gut führen, sie arbeitet zuverlässig. Rutschgehemmte Räder tragen ihren Teil zur Sicherheit bei. So kann man sich gut auf die Strecke entlang der Bahnsteigkante konzentrieren, aber ängstlich darf man dabei nicht sein“.Michael Stöcker

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