Instandhaltung
Knapp zwei Tonnen schwer
und drei Meter lang ist der Stahl-Abgussbehälter, dessen keramischer Feuerfest-Überzug bis zu zehnmal täglich verschlissen wird und wieder neu aufgetragen werden muss. Zur Aushärtung der neuen Keramikschicht kommen Heizelemente von Carlo Loysch zum Einsatz. Die Montage der 72 Heizelemente (176 Kilowatt Gesamtleistung), mit denen auf bis zu 400 Grad Celsius aufgeheizt wird, dauerte zwei Monate und ist typisch für die Sonderanfertigungen des Unternehmens.
Ein weiteres Vorzeigeobjekt des Heizelemente-Herstellers ist die Wehrheizung für ein Wasserkraftwerk von Austrian Hydro Power. Um das Wehr bei eisigen Temperaturen funktionsfähig zu halten, sorgen für deren Erwärmung Heizelemente mit 115 Kilowatt Leistung in den Wehrtoren und der Hydraulik. Auch die Amag in Ranshofen setzt auf Heiztechnik aus Niederösterreich: Carlo Loysch realisierte hier einen Spezialheizkörper für eine Abgasreinigungsanlage und eine Vorwärmeinrichtung für Flüssigmetall-Transporttrommeln.
Und noch ein Beispiel: Die EU-Norm für Heizgeräte (EN60335-2-30:1997) gibt im Rahmen strengerer Brandschutzrichtlinien eigentlich neue Oberflächentemperaturen „für unter Bänken befestigte“ Heizgeräte fest. Die in manchen Kirchen noch heute eingesetzten Heizstrahler unter den Kirchenbänken erfüllen aber längst nicht mehr die aktuellen Sicherheitsstandards. Das österreichische Unternehmen konstruierte deshalb bereits im Jahr 2000 einen neuen Kirchenbankstrahler: Das „Wärmewellengerät“ erzeugt eine milde langwellige Strahlung. Dennoch erreicht es eine Wärmeleistung von 400 Watt und verteilt angenehme Wärme. Und das bei höchstem Sicherheitsstandard in punkto Brandgefahr. Der neuartige Strahler beugt auch der sogenannten „Staubverschwelung“ vor: ein Problem, dass in Kirchen häufig durch starkes Heizen und der dadurch erzeugten Zugluft auftritt. Schwarz-graue Staubablagerungen auf Wänden und Fresken sowie deren Renovierung wären die unschöne Folge. ms