Yaskawa auf der Automatica

Andreas Mühlbauer,

Robotik- und Automatisierungslösungen für die Industrie 4.0

Auf der Automatica hat Yaskawa sein Industrie 4.0-Konzept vorgestellt. Der integrative Ansatz umfasst aktuelle und neu entwickelte Motoman-Roboter ebenso wie Produkte und Lösungen aus der Antriebs- und Steuerungstechnik und eigens entwickelte Softwarelösungen. Neben Live-Applikationslösungen aus den Bereichen Antriebs- und Steuerungstechnik stehen neue Robotermodelle sowie die Themen kollaborative Robotik und Künstliche Intelligenz im Fokus.

Auf der Automatica zeigt Yaskawa das Servosystem Sigma-7 in der speziell für den europäischen Markt konzipierten 400-V-Variante. © (Bild: Yaskawa)

Mit seinem Konzept "i³-Mechatronics" verknüpft das unternehmen klassische Mechatronik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie digitale Lösungen wie Künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge. Relevante Prozess- und Systemdaten werden in einer skalierbaren Datenbank in Echtzeit gesammelt, analysiert. Das System erlernt dabei über künstliche Intelligenz Optimierungen.

Maschinentatus in Echtzeit erfassen
Die Visualisierung erfolgt in der Software-Plattform „Yaskawa Cockpit“. Gleichzeitig lässt sich der aktuelle Status jeder Maschine in Echtzeit abbilden und mit anderen Datenquellen in Beziehung setzen, zum Beispiel für koordinierte Predictive Maintenance. Die Daten können ebenso problemlos und unter höchsten Sicherheitsstandards an bereits vorhandene ERP-, MES-, Big-Data- oder AI-Umgebungen weitergegeben werden, um auf dieser Grundlage fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Weiterhin hat Yaskawa die Einbindung des aktuellen Servosystems Sigma-7 in der 400-V-Variante in das Yaskawa Cockpit gezeigt. Neben dem herkömmlichen Einzelachsverstärker sind auch Doppelachsmodule für Sigma-7 verfügbar. Mit der Steuerung von zwei Motoren über einen Verstärker lassen sich erhebliche Energieeinsparungen realisieren. Zum anderen reduziert sich der ohnehin geringe Platzbedarf der Sigma-7-Verstärker so noch weiter. Über eine integrierte Echtzeit-Ethernet-Schnittstelle für EtherCAT ermöglicht das Servosystem zudem die einfache Integration in entsprechende Anlagenumgebungen.

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Erweiterung der Motoman-Modellpalette
Die technische Basis für solche Automatisierungslösungen bilden weiterhin leistungsfähige Robotermodelle wie der kollaborative Roboter Motoman HC10, jetzt auch mit einem „Smartpendant“ oder „Direct Teaching“ zu programmieren, oder die Neuentwicklung MotoMini. Der kompakte Sechs-Achs-Roboter wurde für Handling und Montage kleiner Werkstücke entwickelt. Er verringert den Umfang der Fertigungsanlage und steigert gleichzeitig die Produktivität. Der leichte High-Speed-Roboter bietet eine Traglast von 500 g und eine Reichweite von 350 mm. Mit seiner hohen Wiederholgenauigkeit von 0,03 mm ist er für Anwendungen mit Kleinteilen geeignet. Der Roboter wird mit der Motoman YRC1000micro-Steuerung betrieben, die speziell für die Steuerung kleiner Roboter geeignet ist.

Darüber hinaus erweitert Yaskawa die Motoman GP-Serie um neue Modelle mit 50, 180, 225, 400 und 600 kg Tragkraft. „GP“ steht für „General Purpose“. Die kompakten und schnellen Handling-Roboter wurden für schnelle Füge-, Verpackungs- und allgemeine Handhabungsapplikationen entwickelt. 

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