Investitionsprogramm

Katja Preydel,

Schunk: 85 Millionen Euro für Fertigungsstandorte

Mit einem breit angelegten Investitionsprogramm macht sich der weltweite Greifsysteme- und Spanntechnik-Spezialist Schunk fit für die nächste Stufe seines globalen Wachstums: Rund 85 Millionen Euro werden bis Mitte 2020 in die Standorte Brackenheim-Hausen, Mengen, St. Georgen und Morrisville/USA fließen, rund 42.000 Quadratmeter Produktions- und Verwaltungsfläche entstehen zusätzlich. Den Anfang macht das US-amerikanische Werk im Bundesstaat North Carolina, wo die neuen Gebäude vor wenigen Tagen offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden.

Neben der Erweiterung der Produktionsfläche entstand bei der Schunk Intec USA ein großzügiger Verwaltungsneubau. Im neu geschaffenen Kundenzentrum können Anwender die Komponenten des Unternehmens live erleben und in Technologieforen sowie Workshops zusätzliches Know-how erhalten. Anfang Mai war der rund 4.000 Quadratmeter große Neubau mit einem offiziellen Festakt und anschließendem Familientag eingeweiht worden. Wirtschaftsminister von North Carolina, Anthony Copeland, würdigte Schunk als großartiges Beispiel eines Unternehmens, das Arbeitsplätze schafft und die Vorzüge von North Carolina als Wirtschaftsstandort herausstellt.

Die Schunk Intec USA in Morrisville ist die größte Auslandsniederlassung des Weltmarktführers für Greifsysteme und Spanntechnik. Der Neubau mit einer Gesamtfläche von 4.000 Quadratmetern umfasst Produktions- und Verwaltungsflächen sowie ein modernes Kundenzentrum. © Schunk

Die größte Auslandsniederlassung von Schunk war 1992 gegründet worden, um die Nähe zu den amerikanischen Kunden und zu den Niederlassungen deutscher Konzerne sicherzustellen. Mit der Fertigung vor Ort gewährleistet man kurze Lieferzeiten und eine hohe Flexibilität, insbesondere wenn es um spezifische Komponenten geht, die speziell für den amerikanischen Markt produziert werden. Heute übernimmt der Standort USA innerhalb der Unternehmensgruppe eine führende Rolle für den gesamten nord- und südamerikanischen Markt. Insgesamt fast 10 Millionen Euro hat sich Schunk den Ausbau des Standorts kosten lassen.

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Am Kompetenzzentrum für Greifsysteme in Brackenheim-Hausen investiert Schunk fast 40 Millionen Euro. Vor allem der Bereich Mechatronik soll hier gestärkt werden. © Schunk

Hinzu kommen 40 Millionen Euro am Kompetenzzentrum für Greifsysteme in Brackenheim-Hausen, nur fünf Kilometer vom Stammsitz Lauffen entfernt. Die Erweiterung umfasst hier eine Fläche von 22.000 Quadratmetern und entspricht einer Verdoppelung der bisher vorhandenen Produktionsfläche.

Bis Mai 2020 werden fast 30 Millionen Euro in den Campus in Mengen investieren. Neben einer weiteren Produktionshalle entsteht ein modernes Forschungs- und Entwicklungszentrum. © Schunk

Weitere 30 Millionen Euro investiert das Unternehmen am Kompetenzzentrum für Drehtechnik und stationäre Spannsysteme in Mengen, Landkreis Sigmaringen. Hier kommen 12.000 Quadratmeter für Produktion, Forschung und Entwicklung hinzu.

Bereits Anfang 2019 hat Schunk Electronic Solutions in St. Georgen im Schwarzwald mit einer Erweiterung um 4.200 Quadratmeter die Produktionsfläche verdoppelt. © Schunk

5 Millionen Euro wurden am Standort St. Georgen im Schwarzwald investiert, wo die Produktionsfläche mit einem Plus von 4.200 Quadratmetern verdoppelt wurde.

Das Gesamtvolumen von 85 Millionen Euro sieht der geschäftsführende Gesellschafter, CEO, Henrik A. Schunk, als konsequente Investition in die Zukunft des Unternehmens: „In den kommenden Jahren werden wir weltweit einen Boom der Automatisierung und Digitalisierung erleben, der nur mit den entsprechenden Kapazitäten zu bewältigen ist“, so der Firmenchef. Schon seit mehreren Jahren setzt Schunk erfolgreich auf diese beiden Trends und bündelt gezielt Ressourcen und Know-how. Vor allem bei mechatronischen und zunehmend auch intelligenten Spannmitteln und Greifsystemen erwartet Henrik Schunk hohe Wachstumsraten.

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