Roboter

Hofmann Glastechnik vertraut auf Universal Robots

Glas ist zerbrechlich und seine Herstellung diffizil. Bei der manuellen Bestückung von Glasdrehbänken im Unternehmen Hofmann Glastechnik kühlten die Maschinen schon bei kurzen Unterbrechungen ab. Um dies zu verhindern, setzt das Team nun auf kollaborierende Roboter von Universal Robots. Ihr Einsatz sorgt für eine Produktivitätssteigerung von 50 Prozent.

Bei Hofmann Glastechnik verbessern Leichtbauroboter von Universal Robots die Prozessstabilität in der Glasherstellung.

Einer der anspruchsvollsten Werkstoffe ist Glas. In den unterschiedlichsten Varianten wird es in der deutschen Industrie, Möbelbranche und auch in der Medizin verwendet. Die besondere Herausforderung dieses Werkstoffs liegt nicht nur in der Zerbrechlichkeit des Glases, sondern auch in der Herstellung und Umformung des Materials. Seine Verarbeitung verlangt deshalb eine hohe Prozessstabilität.

Die Umformung von Glas ist nur in einem sehr engen Zeitfenster zwischen der Schmelze und dem Glasübergang möglich, und auch der Kühlprozess muss kontrolliert je nach Beschaffenheit des Glases in einer bestimmten Geschwindigkeit durchlaufen werden. Im Umgang mit Glas können sich deshalb bereits kleinste Zeit- und damit verbundene Temperaturschwankungen extrem auf das Ergebnis auswirken – ein Problem, denn menschliche Arbeitskräfte können diese Aufgabe kaum mit exakt gleichbleibender Qualität über einen längeren Zeitraum erledigen. Eine potenzielle Lösung hierfür stellen kollaborierende Leichtbauroboter dar. Die Roboter können repetitive Tätigkeiten in gleichbleibender Qualität über einen sehr langen Zeitraum ausführen und sorgen so für die nötige Prozessstabilität. Robert Hofmann, Geschäftsführer des Unternehmens Hofmann Glastechnik, hat dieses Verbesserungspotenzial erkannt und mit den Leichtbaurobotern von Universal Robots auch gleich eine passende Lösung für seinen Traditionsbetrieb gefunden: „Früher haben unsere Mitarbeiter die Glasdrehbänke manuell bestückt. Schon bei kurzen Unterbrechungen im Arbeitsprozess kühlten die Maschinen dann natürlich immer wieder ab. Als wir das erste Mal die kollaborierenden UR-Roboter für diese Aufgabe einsetzten, haben wir auf einmal Top-Ergebnisse bekommen. Das war ein Quantensprung nach vorne. Die Qualität unserer Glasbauteile hat sich durch Universal Robots enorm verbessert“, betont Robert Hofmann. Die Automatisierung des Arbeitsvorgangs führte sogar zu einer Produktivitätssteigerung um 50 Prozent in diesem Bereich.

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Flexibler Einsatz ohne Programmiererfahrung

Um die Vorteile der maschinellen Kollegen optimal nutzen zu können, müssen die Mitarbeiter problemlos mit diesen umgehen können. Die einfache Bedienung und einfache Programmierung sind deshalb wichtige Faktoren, schließlich sollen vorhandene Fachkräfte ja ent- und nicht belastet werden. Übernehmen Roboter die monotonen Aufgaben im Betrieb, so können sich Fachkräfte anspruchsvolleren Aufgaben wie dem exakten Einstellen der Maschinen widmen.

Die Einrichtung der Roboter funktioniert über ein Touchscreen-Tablet, erforderliche Bewegungsabläufe des UR-Roboters können hier schnell und intuitiv festgelegt werden. Im „Freilaufmodus“ kann der Nutzer einfach den Arm des Roboters greifen und ihm neue Aufgaben beibringen, indem er ihn physisch von Wegpunkt zu Wegpunkt führt.

Greifer für jede Anwendung

Wurde der Roboter einmal für eine Tätigkeit eingerichtet, bedeutet das nicht, dass er nun nur noch dafür eingesetzt werden kann. Durch ihre leichte und platzsparende Bauweise lassen sich die kollaborierenden Roboter schnell und einfach für verschiedene Anwendungen umrüsten.

Neben Glas gibt es noch eine Vielzahl weiterer Werkstoffe mit ganz besonderen Anforderungen an die Hersteller. Ein schnelllebiges Marktumfeld und immer kürzere Produktlebenszyklen lassen auch Elektronikherstellern keinen Spielraum für Fehler. Elektronikteile wie beispielsweise LEDs oder Leiterplatten müssen mit absolut gleichbleibender Präzision montiert und dabei selbst kleinste Verunreinigungen vermieden werden. Andernfalls können Staub oder organische Rückstände wie Fett die Lebensdauer der Produkte empfindlich beeinträchtigen.

Egal für welchen Werkstoff, der Greifer ist immer ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Automatisierung, denn dieser stellt die Schnittstelle zwischen dem Roboterarm und dem Werkstoff dar. Der Roboterhersteller listet in seinem virtuellen Showroom namens Universal Robots+ alle zertifizierten Endeffektoren. Hier wählt man den jeweiligen Roboter und die ihm zugedachte Aufgabe aus und bekommt passende Lösungen präsentiert. Von einfachen Zwei-Finger-Greifern über Vakuum-Greifer bis hin zu verschiedenen sensorgestützten Lösungen ist hier für jeden Werkstoff der richtige Endeffektor zu finden. Mit dem passenden Greifer können Leichtbauroboter dann selbst das Handling fragiler Teile ganz einfach automatisieren und durch gesteigerte Prozessstabilität, Produktivität und Effizienz dabei helfen, weiterhin wettbewerbsfähig zu produzieren. ee

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