Eine Frage noch

Andreas Mühlbauer,

Rechenzentren in Zeiten von Corona

Gerade in Zeiten von Corona sind funktionierende Internetverbindungen enorm wichtig. Im Interview erklärt Dr. Gerald Berg, Process Manager Sales & Marketing beim Spezialisten für faseroptische Verkabelungs- und Servicelösungen Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure, welche Strategie Unternehmen verfolgen sollten, um in Zukunft für eine Situation, wie wir sie gerade erleben, gut aufgestellt zu sein.

Durch das „Social Distancing“ hat sich unser Leben in den letzten Wochen beruflich wie privat vermehrt in die Online-Welt verlagert. Welche Rolle spielen Rechenzentren in diesen Zeiten?

Dr. Gerald Berg, Process Manager Sales & Marketing, Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure. © Rosenberger

Ohne funktionierende Rechenzentren wäre das digitale Leben und Arbeiten überhaupt nicht möglich. Denn Rechenzentren sind eine Voraussetzung für Cloud-Dienste. Konkret bedeutet dies, dass wann immer Online-Dienste genutzt werden, im Hintergrund eine Verbindung zu einem Rechenzentrum aufgebaut wird. Sie haben somit die zentrale Rolle bei der Verarbeitung großer Datenmengen. Egal ob Videokonferenz, Whatsapp-Nachricht oder ein einfaches Telefonat. Rechenzentren sind permanent im Spiel. Nur wenn eine schnelle und stabile Internetanbindung gewährleistet ist, ist die flächendeckende Verfügbarkeit digitaler Infrastrukturen und Dienste gegeben.

Der Datenverkehr ist in den vergangenen Wochen angestiegen, die Datenverkabelung wird mehr denn je beansprucht. Was ist der entscheidende Punkt, dass die Netze den derzeitigen Anforderungen Stand halten können?

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Klare Strukturen sowie Skalierbarkeit und Redundanz sind das A und O für den reibungslosen Ablauf in Rechenzentren. Grundlage für die klare Struktur ist das ISO-OSI-Siebenschichten-Referenzmodell. Es definiert die Anwendung als oberste Priorität. Den ersten Layer bildet die physikalische Infrastruktur, die den Datentransport übernimmt. Dazu zählen neben der IT-Verkabelung auch die Komponenten wie Layer-l-Switches. Die IT-Verkabelung ist für die Verfügbarkeit von Applikationen elementar. Ohne funktionierende Daten-Verkabelung sind keine IT-Anwendungen verfügbar. Die Folge wäre, dass Geräte wie Server, Switches und Speicher nicht mehr miteinander kommunizieren können. Die Verarbeitung, Bereitstellung und Sicherung der Informationen wären nicht möglich.

Geschwindigkeit, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit unseres Netzes sind für das Arbeiten zuhause essenziell. Was würden Sie Unternehmen raten, damit sie künftig für einen solchen Zustand gewappnet sind?

Die Datenverkabelung hat in Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Erbringt eine Verbindung zu einem physischen Server nicht die erforderliche Leistung, wirkt sich das unmittelbar auf andere Komponenten des Netzwerks aus. Wir erleben dies beispielsweise gerade, wenn die Verbindung zu einer Online-Konferenz abbricht oder VPN-Verbindungen überlastet sind, sodass es im Homeoffice Probleme gibt, auf unternehmensinterne Server zuzugreifen. Wichtig für eine performante Verbindung sind eine sachgemäße Installation der Verkabelung sowie eine kontinuierliche Qualitätskontrolle.

Ich würde mir wünschen, dass Unternehmen ein verstärktes Augenmerk auf die Verkabelung der IT-Infrastruktur legen. Wir stehen als Verkabelungsexperten gerne bereits in einer frühen Phase der Projektierung unterstützend mit unserer jahrelangen Erfahrung zur Seite. Um über die neusten Technologien informiert zu sein und im Markt mithalten zu können, gilt es, sich permanent mit Spezialisten auszutauschen. Als Gesprächspartner stehen hier unter anderem unsere Produktmanager, die den Markt kontinuierlich beobachten und neue Trends im Blick haben, für Informationen und zur Beratung zur Verfügung.

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